Maria Karoline von Sachsen-Coburg und Gotha
Prinzessin Maria Karoline Philomena Ignatia Pauline Josepha Michaela Gabriela Raphaela Gonzaga von Sachsen-Coburg und Gotha (* 10. Jänner 1899 in Wien; † 6. Juni 1941 in der Tötungsanstalt Hartheim in Alkoven bei Linz) war eine Prinzessin aus der katholischen Linie Sachsen-Coburg-Koháry.
Leben und Tod
Prinzessin Maria Karoline wurde am 10. Jänner 1899 in Pula, Österreich-Ungarn (heute in Kroatien), einem beliebten Urlaubsort der österreichisch-ungarischen Kaiser- und Königsfamilie, geboren. Sie war die zweite Tochter von August Leopold von Sachsen-Coburg und Gotha und Erzherzogin Karoline von Österreich-Toskana. Sie war eine Urenkelin von Pedro II. von Brasilien und eine Cousine vierten Grades des britischen Königs Georg VI. Ihre Familie bildete die sogenannte brasilianische Linie des Hauses Sachsen-Coburg und Gotha-Koháry.
Maria Karoline hatte 7 Geschwister, von denen zwei weitere so wie sie geistige Behinderungen hatten: der 1895 geborene Bruder August und die 1905 geborene Schwester Leopoldine.[1] Ihr Vater August Leopold verstarb 1922 und ihre Mutter lebte bis zum Jahr 1938 mit ihren Schwestern Leopoldine und Marie im Jagdschloss Schladming. Nach dem Anschluss Österreichs 1938 holte ihr Sohn Philipp Josias sie zu sich nach Budapest und aus nicht mehr nachvollziehbaren Gründen gab ihre Mutter sie dann in ein katholisches Pflegeheim in Salzburg-Lehen.
Zwei Jahre später wurde Maria Karoline in die Tötungsanstalt Hartheim verlegt, wo sie am 6. Juni 1941 im Rahmen des Euthanasieprogrammes Aktion T4, des systematischen Massenmords mittels Giftgas an Personen mit körperlichen, geistigen und seelischen Behinderungen sowie psychischen Erkrankungen, ermordet wurde.[2]
Stolperstein
Im November 2021, 80 Jahre nach ihrem Tod, wurde vor dem Rathaus in Schladming ein Stolperstein zum Gedenken an die „Vergessene Prinzessin“ verlegt.[1]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ a b Heimatkundliche Blätter von Schladming, 81. Ausgabe: Schladmings vergessene Prinzessin. In: schladming.at. November 2025, abgerufen am 29. November 2025.
- ↑ Maria Karoline von Sachsen-Coburg und Gotha. Abgerufen am 28. November 2025.