Maria Josepha Krück von Poturzyn
Maria Josepha Krück von Poturzyn (* 8. Oktober 1896 Innsbruck; † 7. Januar 1968 Stuttgart), geb. Fischer von Poturzyn, war eine österreichische Autorin, Übersetzerin und Anthroposophin.
Leben
Familie
Maria Josepha Krück von Poturzyn war die Tochter des K.u.K. Feldmarschallleutnants Gustav Fischer Edler von Poturzyn und dessen Frau Anna Maria Fetz. Ihr Bruder war der spätere Direktor der Junker Flugzeugwerke Friedrich Andreas Fischer von Poturzyn. Am 8. Juli 1927 heiratete sie den Rechtsanwalt Fritz Anton Krück und führte von da an den Doppelnamen Krück von Poturzyn.
Ausbildung
Ihre Schulausbildung absolvierte sie in Meran, des Weiteren in Deutschland, England und Frankreich. Daraufhin studierte sie in den letzten Jahren des Ersten Weltkriegs Nationalökonomie in Heidelberg. Nach einer Arbeit als Sozialpflegerin setzte sie ihr Studium in Leipzig fort.[1]
Laufbahn
Krück von Poturzyn war Direktionssekretärin bei den Junkers Flugzeugwerken. Ab 1932/33 begann sie ihre literarische Laufbahn. Sie schrieb vor allem über historische Stoffe, nach 1945 auch über die Anthroposophie. Diese Publikationen erfuhren in anthroposophischen Verlagen große Auflagen.[2] 1936/37 lebte sie mehrere Monate in London. Sie gehörte der von Rudolf Steiner gegründeten „Anthroposophischen Gesellschaft“ an, jene wurde im NS-Staat als logenähnlich eingestuft, daraus erwuchsen ihr aber keine Nachteile, wahrscheinlich aufgrund der Stellung ihres Bruders.
Werke
Unter „Maria Josepha Krück von Poturzyn“:
- Kaiser Joseph, der Deutsche (1933)
- Methild und das Reich der Deutschen. Geschichte einer Frau zwischen Deutschland und Britannien (1934)
- Antonius und der Grieche. Roman aus der Zeit des römischen Friedens (1935)
- Lady Hester Stanhope. Eine Frau ohne Furcht (1936)
- Maria Theresia, Frau und Königin (1936)
- Die Frauen Heinrichs VIII (1937)
- Garibaldi. Ein Lebensabriss (1941)
- Ich kann nicht mehr zweifeln. Erzählungen (1946)
- Diese jungen Menschen (1958)
- Der Prozess gegen die Templer. Ein Bericht über die Vernichtung des Ordens (1963)
- Die Sendung des Mädchens Jeanne d’Arc (1961), neue Aufl. mit dem Titel „Das Mädchen Jeanne d’Arc“, (1983)
- Wir erlebten Rudolf Steiner. Erinnerungen seiner Schüler (1956)
- Aufbruch der Kinder (1924)
- Hier stehe ich. Die Reformation als europäisches Schicksal (1980)
- Im Brennpunkt der Geschichte. 2 Bände (1983/84)
Unter „Roxane Troeltsch“:
- Schlüssel im Meer. Gibraltar, Malta, Zypern, Suez (1935)
Übersetzungen: „Julia de Beausobre“:
- Das Licht leuchtet in der Finsternis Aus dem Englischen übersetzt von Maria Josepha Krück von Poturzyn (1939)
- Charles Dickens: Weihnachtserzählungen. Für Kinderaufführungen aus dem Englischen übertragen und in Szene gesetzt von Maria Josepha Krück von Poturzyn (1951)
- Frederik Willem Zeylmans van Emmichoven: Amerika und der Amerikanismus. Aus dem Holländischen übersetzt von Elizabeth Knottenbelt und Maria Josepha Krück von Poturzyn (1954)
- Frederik Willem Zeylmans van Emmichoven: Gespräche über die Hygiene der Seele. Aus dem Holländischen übersetzt von Maria Josepha Krück von Poturzyn (1957)
- Frederik Willem Zeylmans van Emmichoven: Der Grundstein. Aus dem Holländischen übersetzt von Maria Josepha Krück von Poturzyn (1961)
Einzelnachweise
- ↑ Maria Josepha Krück von Poturzyn. In: Verlag Freies Geistesleben. Verlag Freies Geistesleben, abgerufen am 17. Oktober 2025.
- ↑ Karin Gradwohl-Schlacher: Krück von Poturzyn Maria Josepha. In: biografiA. Institut für Wissenschaft und Kunst Wien, abgerufen am 17. Oktober 2025.