Maria Cecilia Guerra

Maria Cecilia Guerra (* 6. Dezember 1957) ist eine italienische Wirtschaftswissenschaftlerin und Politikerin.

Werdegang

Guerra studierte bis 1981 erfolgreich Wirtschaftswissenschaft und Handel an der Universität Modena. Anschließend graduierte sie 1983 als Master in Wirtschaftswissenschaft an der University of Cambridge. Für ihr Ph.D.-Studium kehrte sie nach Italien zurück, wo sie an einem übergreifenden Programm der Universitäten Modena, der Bologna, Padua und Venedig 1987 abschloss. Anschließend gehörte sie dem akademischen Personal der Universität Brescia an, ehe sie 1992 als Associate Professor an die Universität Modena zurückkehrte. 2000 wurde sie dort zur ordentlichen Professorin berufen.

Nachdem Guerra bereits seit Ende der 1980er Jahre offiziell in beratenden Gremien und Arbeitsgruppen am italienischen Finanzministerium mitgewirkt hatte, gehörte sie ab November 2011 unter Ministerpräsident Mario Monti als Staatssekretärin für Arbeit und Sozialpolitik im von Ministerin Elsa Fornero geführten Ministerium zu dessen Kabinett Monti. Bei den Parlamentswahlen in Italien 2013 trat sie als Kandidatin der Partito Democratico an und errang ein Abgeordnetenmandat im Senato della Repubblica. Unter dem neuen Ministerpräsidenten Enrico Letta blieb sie im Ministerium für Arbeit und Sozialpolitik, rückte aber unter Enrico Giovannini zur stellvertretenden Ministerin auf. Nach dem Rücktritt der Ministerin für Gleichberechtigung, Sport und Jugend Josefa Idem wegen einer Steueraffäre am 24. Juni 2013 übernahm sie nach der folgenden Auflösung des neuen Ressorts deren Zuständigkeit für Gleichberechtigung.

2017 verließ Guerra die Partito Democratico zur Ausgründung Articolo Uno und trat bei den Parlamentswahlen in Italien 2018 als Kandidatin einer gemeinsamen Liste mit Liberi e Uguali für die Camera dei deputati an, verpasste aber den Parlamentseinzug. In der Folge kehrte sie in den akademischen Betrieb an der Universität Modena zurück, ehe sie sich erfolglos bei der Europawahl 2019 als erneute Kandidatin der Partito Democratico um einen Sitz im Europaparlament bewarb. Im Herbst kehrte sie als Staatssekretärin im von Roberto Gualtieri geführten Ministerium für Wirtschaft und Finanzen nach einer Kabinettsumbildung durch Ministerpräsident Giuseppe Conte in sein zweites Kabinett zurück, wo sie bis zum Rücktritt Contes im Februar 2021 saß.

Nach der Wahl von Elly Schlein zur Vorsitzenden der Partito Democratico im Frühjahr 2023 gehörte sie zu deren Führungsmannschaft für die Partei.

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