Maria Bernarda Schnyder von Wartensee

Maria Bernarda Schnyder von Wartensee (getauft Maria Anna; * 22. Mai 1713 in Luzern; heimatberechtigt ebenda; † 9. Mai 1794 in Eschenbach) war eine Schweizer Zisterzienserin und Äbtissin.

Leben

Maria Bernarda Schnyder von Wartensee war die Tochter des Kleinrats und Vogts Jost Franz Anton Schnyder von Wartensee. Sie legte 1730 ihre Profess im Zisterzienserinnenkloster Eschenbach ab. Schnyder von Wartensee wurde 1753 Priorin und 1758 zur Äbtissin gewählt. Die Benediktion erfolgte durch Abt Augustin Müller des Klosters St. Urban unter Vorsitz des Nuntius Giovanni Ottavio Bufalini.[1]

Während ihrer 35-jähriger Amtszeit konnte Schnyder verschiedene Versuche der Luzerner Regierung abwehren, den Schwesternbestand zu verkleinern und die Einkünfte des Klosters zur Finanzierung von Staatsausgaben heranzuziehen. Bei der Abwehr der Eingriffe agierte sie klug und stützte sich auf gute Beziehungen, unter anderem war ihr Bruder Johann Martin von 1768 bis 1782 Kastvogt des Klosters. Beträchtliche Summen verwendete sie für die Verschönerung der Kirche und der Gottesdienste.[1]

Literatur

Belege

  1. a b Anton Kottmann: Maria Bernarda Schnyder von Wartensee. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 21. November 2012, abgerufen am 20. November 2025.