Marcus Annius Herennius Pollio

Marcus Annius Herennius Pollio war ein römischer Senator der flavischen Zeit, bekannt als redegewandter Ankläger im Prozess gegen den ehemaligen Prokonsul Gaius Iulius Bassus (um 103 n. Chr.).

Im Senatsverfahren wegen Erpressung (repetundae) in der Provinz Bithynia et Pontus trat Pollio – neben Gaius Pomponius Rufus – als Hauptankläger auf. Plinius der Jüngere lobt in seinen Briefen seine Rede als instanter et graviter („eindringlich und gewichtig“). Bassus wurde trotz Verteidigung durch den einflussreichen Freigelassenen Theophanes schuldig gesprochen, erhielt aber nur eine milde Strafe.[1]

Im Jahr 85 war Pollio zusammen mit seinem Vater Publius Herennius Pollio Suffektkonsul.[2]

Literatur

Einzelnachweise

  1. Plinius, Briefe 4, 9, 14.
  2. CIL VI, 39852; AE 1975, 21.