Manjula Padmanabhan

Manjula Padmanabhan (Hindi मंजुला पद्मनाभन; * 1953 in Neu-Delhi) ist eine indische Schriftstellerin, Dramatikerin und Illustratorin.[1] Sie wurde mit dem Theaterstück Harvest bekannt, das 1997 den ersten Preis der Onassis International Cultural Competition erhielt.[2]

Leben

Padmanabhan wuchs in mehreren Ländern außerhalb Indiens auf und kehrte als Jugendliche nach Indien zurück.[3] Zu den Stationen ihrer Kindheit und Jugend gehörten Schweden, die Schweiz, Pakistan, Iran und Thailand, was sie später als prägend für ihren Blick „als naturalisierte Außenseiterin“ beschrieb.[4] Sie lebt und arbeitet mit enger Bindung an Neu-Delhi sowie Phasen in den Vereinigten Staaten.[3] Ihre frühen Reise- und Selbstfindungserfahrungen verarbeitete sie in dem Memoir Getting There (1999).[4]

Wirken

Padmanabhan schuf die Komikfigur Suki: Die Strips erschienen zunächst als Doubletalk (1982–1986) in der Sunday Observer in Bombay (dem heutigen Mumbai) und anschließend (1991–1997) täglich in The Pioneer in Neu-Delhi.[5] Im Jahr 2015 ließ sie Suki bei The Hindu BusinessLine als Suki Yaki wieder aufleben.[6] Ihr fünftes Theaterstück Harvest (1998) befasst sich in einer nahen Zukunft mit Fragen von Körperhandel, Ungleichheit und Globalisierung.[7] Für Harvest erhielt sie 1997 den ersten Preis der Onassis International Cultural Competition in Athen.[2] Das Stück diente als Vorlage für Govind Nihalanis Spielfilm Deham.[7] In der Prosa entwarf sie mit den Romanen Escape (2008) und The Island of Lost Girls (2015) den Kern einer Science-Fiction-Trilogie um Kontrolle, Überwachung und weibliche Selbstbestimmung.[3] Ihre Arbeiten greifen wiederkehrend Themen wie Patriarchat, Geschlechtergewalt, Identität und technologische Macht auf.[8] Zu ihren neueren Büchern zählen der Roman Taxi (2023), der Geschlechterrollen, Klasse und Machtverhältnisse im heutigen Neu-Delhi anspricht,[9] sowie die Kurzgeschichtensammlung Stolen Hours and Other Curiosities (2025) bei Hachette India.[10] Rezensionen betonen darin die Verbindung von verfremdeter Zukunft und scharf beobachteter Gegenwart.[11] Ihre dramatischen Texte liegen zudem in den Bänden Blood and Laughter: Plays und Laughter and Blood: Performance Pieces vor.[3] Neben Theater und Prosa illustrierte Padmanabhan zahlreiche Kinderbücher und arbeitete kontinuierlich als Zeitungszeichnerin.[5]

Einzelnachweise

  1. Manjula Padmanabhan. In: Penguin Random House India. Abgerufen am 6. November 2025 (englisch).
  2. a b India playwright leads Onassis cultural winners. In: Deseret News. 12. Juli 1997, abgerufen am 6. November 2025 (englisch).
  3. a b c d Escape – Manjula Padmanabhan. In: Hachette India. 15. Juli 2015, abgerufen am 6. November 2025 (englisch).
  4. a b How taking off for Europe on a risky trip gave Manjula Padmanabhan a book. In: Scroll.in. 16. August 2020, abgerufen am 6. November 2025 (englisch).
  5. a b Manjula Padmanabhan. In: Penguin Random House. Abgerufen am 6. November 2025 (englisch).
  6. The return of Suki: four windows to India’s most original comic strip. In: Scroll.in. 9. April 2016, abgerufen am 6. November 2025 (englisch).
  7. a b 'The play changed my life'. In: Gulf News. 25. Juli 2019, abgerufen am 6. November 2025 (englisch).
  8. 'I write about ideas and characters rather than ideologies and symbols': Manjula Padmanabhan. In: Scroll.in. 1. Juli 2018, abgerufen am 6. November 2025 (englisch).
  9. Taxi – Manjula Padmanabhan. In: Hachette India. 24. November 2023, abgerufen am 6. November 2025 (englisch).
  10. Stolen Hours and Other Curiosities – Manjula Padmanabhan. In: Hachette India. 20. Juni 2025, abgerufen am 6. November 2025 (englisch).
  11. 'Stolen Hours': Manjula Padmanabhan’s sci-fi stories of altered worlds examine our own world. In: Scroll.in. 6. September 2025, abgerufen am 6. November 2025 (englisch).