Manfred Wankmüller
Manfred Wankmüller (* 25. Dezember 1924 in Gerabronn; † 13. Februar 1988 ebenda) war ein deutscher Schriftsteller und Journalist.
Leben
Manfred Wankmüller, Sohn von Lydia Wankmüller, geborener Wankmüller, und des Verlegers Adolf Wankmüller, wuchs in Gerabronn auf, machte Abitur in Heilbronn und studierte nach Kriegsende und seiner Rückkehr aus der Gefangenschaft in Würzburg Germanistik und in Heidelberg Soziologie. Danach arbeitete er als Journalist und ab 1956 als Chefredakteur für das Hohenloher Tagblatt in Gerabronn. Er war unter anderem auch als Sprecher der Pressekonferenz Region Franken und als leitender Redakteur vom Hohenloher Leben tätig. In Gerabronn wurde er 1962 stellvertretender Bürgermeister. Er war zudem Aufsichtsratsvorsitzender der Volksbank Gerabronn und des Elektrizitätswerks von Braunsbach.
Bekannt wurde er durch seine Kurzgeschichten über die Menschen in Hohenlohe, die im hauptsächlich ländlichen Gebiet Hohenlohe Wein-, Ackerbau und Viehzucht betreiben und an den Flüssen Kocher, Jagst, Tauber in und um die Städte Künzelsau, Öhringen, Langenburg und Schwäbisch Hall herum leben. Es geht meist um die „kleinen Leute“, die Bauern, Viehzüchter, die Maurer oder beispielsweise einen Lokomotivführer, der von einem Amtsherren aus Stuttgart kontrolliert werden soll und sich durch die Aufnahme von einer großen Portion „Stinkkäse“ und Knoblauch den gebührenden Abstand verschafft. Wankmüller war allerdings kein Mundartdichter, denn seine Bücher sind überwiegend in Hochdeutsch verfasst, und nur die wörtlichen Reden der handelnden Personen sind im Dialekt wiedergegeben.
Manfred Wankmüller war evangelisch, ab 1956 verheiratet mit Ernestine Wankmüller, geborener Philipsky, und hatte fünf Kinder (Martina, Tilman, Florian, Philipp und Juliane).
Werke
- Schlitzöhrige Geschichten aus Hohenlohe. 4 Bände. Hohenloher Druck- und Verlagshaus, Gerabronn 1970–1989:
- Schlitzöhrige Geschichten aus Hohenlohe Band 1. 1970, ISBN 3-87354-028-2.
- Schlitzöhrige Geschichten aus Hohenlohe Band 2. 1970, ISBN 3-87354-029-0.
- Schlitzöhrige Geschichten aus Hohenlohe Band 3. 1979, ISBN 3-87354-081-9.
- Schlitzöhrige Geschichten aus Hohenlohe Band 4. 1989, ISBN 3-87354-167-X.
- mit Anton Ribarits: Der Maler Professor Arnold-Graboné. Die Brigg, Augsburg 1971.
- Zwei Jungen retten das Tessin. Hohenloher Druck- und Verlagshaus, Gerabronn 1977, ISBN 3-87354-066-5. Jugendbuchg.
- Jagd auf die Atomspione. Hohenloher Druck- und Verlagshaus, Gerabronn; Crailsheim 1980, ISBN 3-87354-082-7. Jugendbuch.
- Geschichten unter dem Stern. Hohenloher Druck- und Verlagshaus, Gerabronn 1985, ISBN 3-87354-141-6.
- Siehst du den Stern dort stehen? Hohenloher Druck- und Verlagshaus, Gerabronn 1986, ISBN 3-87354-149-1.
Literatur
- Wankmüller, Manfred. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 1304.