Manfred Spieß
Manfred Spieß (* 29. Juni 1940 in Sondershausen) ist ein ehemaliger deutscher Politiker (DDR-CDU, ab 1990 CDU). Er war Mitglied des Thüringer Landtags in der 1. Wahlperiode 1990–1994.
Werdegang
Der Vater von Manfred Spieß fiel im Krieg und seine Mutter starb früh, weswegen er als Vollwaise in einem Kinderheim aufwachsen musste. Dort nahm er Klavierunterricht, den er so erfolgreich absolvierte, dass er anschließend das Konservatorium in Sondershausen besuchen durfte. Schon als 16-Jähriger gründete er eine eigene Band. 1957 war er bereits Dirigent des Bergleute Orchesters.
Spieß erwarb 1957 den Berufsabschluss als Hauer, im Anschluss arbeitete er bis 1973 als Angestellter. Er gründete das Fred-Banner-Quintett, war Ensembleleiter im Weimarer Jugendklubhaus, leitete das Kinder- und Jugendblasorchester Apolda/Oberroßla und vierzehn Jahre lang den Mellinger Männerchor.[1]
Ab 1973 war er Geschäftsführer des Kreisverbandes bzw. der Geschäftsstelle der CDU der DDR in Apolda. 1979 schloss Spieß ein Studium als Diplomstaatswissenschaftler ab.
Spieß war von 1974 bis 1991 Abgeordneter des Kreistages Apolda.
Im Jahr 2006 beendete Manfred Spieß nach 50 Jahren Tanz-, Unterhaltungs- und Blasmusik seine aktive Tätigkeit.
2020 erhielt er den Heimatpreis des Weimarer Landes.[2]
Spieß lebt in Mellingen. Er ist evangelisch, verheiratet und hat drei Kinder.[3]
Literatur
- Thüringer Landtag (Hrsg.): Thüringer Landtag: 1. Wahlperiode 1990–1994 (Handbuch), 1. Auflage, Stand September 1991, Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger Weimar, Weimar 1991, ISBN 3-7400-0811-3
Einzelnachweise
- ↑ Heimat ist Musik und Musik gehört zu Mellingen. 85 Jahre Klang und Leidenschaft – Manfred Spieß feiert runden Geburtstag. In: mellingen-online.de 2025, abgerufen am 24. September 2025.
- ↑ Heimatpreis für die Mellinger Musiker-Legende Manfred Spieß. Mellingen. Der Mellinger Manfred Spieß bekam als 80-Jähriger am Mittwochnachmittag die Auszeichnung des Weimarer Landes. In: Thüringer Allgemeine vom 23. September 2020.
- ↑ Handbuch des Thüringer Landtags, 1. Wahlperiode, S. 33, Weimar 1991, ISBN 3-7400-0811-3