Manfred Kuhmichel

Manfred Kuhmichel (* 8. April 1943 in Castrop-Rauxel; † 9. Januar 2026[1]) war ein deutscher Politiker (CDU). Er war von 1990 bis 2012 Abgeordneter des Landtags von Nordrhein-Westfalen sowie zuvor und danach in verschiedenen kommunalpolitischen Funktionen in Essen tätig.

Leben und Beruf

Kuhmichel legte 1962 das Abitur ab und studierte anschließend an der Pädagogischen Hochschule Essen die Fächer Mathematik, Englisch, Geschichte und Politik für das Lehramt an Volksschulen. Die Erste Staatsprüfung absolvierte er 1965, die Zweite Staatsprüfung folgte 1968.

Nach dem Eintritt in den Schuldienst war er zunächst als Lehrer tätig. 1973 wurde er Konrektor und Fachleiter für Geschichte und Politik, 1978 übernahm er das Amt des Hauptschulrektors. Mit 35 Jahren wurde Kuhmichel Schulleiter der Hauptschule Mallinckrodtstraße und war damit der jüngste Schulleiter in Essen. Insgesamt war er rund 25 Jahre im Schuldienst tätig.

Kuhmichel lebte über viele Jahrzehnte im Essener Stadtteil Burgaltendorf. Er war verheiratet und Vater von zwei Kindern.

Manfred Kuhmichel starb am 9. Januar 2026 im Alter von 82 Jahren.

Politische Tätigkeit

Kuhmichel trat 1969 in die CDU ein. Innerhalb der Partei übernahm er früh organisatorische Verantwortung. Von 1976 bis 2021 war er Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Essen-Burgaltendorf und prägte diesen über mehr als vier Jahrzehnte. Im Anschluss wurde er zum Ehrenvorsitzenden des Ortsverbandes ernannt. Zudem wirkte er ab 1993 als stellvertretender Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Essen.

Von 1979 bis 1990 gehörte Kuhmichel dem Rat der Stadt Essen an. In den Jahren 1984 bis 1990 war er dort stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion. Später war er weiterhin kommunalpolitisch aktiv, unter anderem als sachkundiger Bürger im Ausschuss für Sport und Bäderbetriebe sowie als Bezirksbürgermeister der Ruhrhalbinsel, ein Amt, das er nach seinem Ausscheiden aus dem Landtag übernahm.

Mitglied des Landtags von Nordrhein-Westfalen

Bei der Landtagswahl 1990 wurde Kuhmichel erstmals in den Landtag von Nordrhein-Westfalen gewählt, dem er bis 2012 ununterbrochen angehörte. In den Landtagswahlen 2000, 2005 und 2010 gewann er jeweils ein Direktmandat und war in diesen Wahlgängen der einzige CDU-Kandidat im gesamten Ruhrgebiet, dem dies gelang.

Innerhalb der CDU-Landtagsfraktion war Kuhmichel von 1995 bis 2005 wissenschaftspolitischer Sprecher. Von 2005 bis 2010 amtierte er zudem als stellvertretender Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion mit Zuständigkeiten für Wissenschaft, Forschung, Innovation, Kultur und Technologie. Darüber hinaus war er Mitglied des Ältestenrates sowie ordentliches Mitglied im Ausschuss für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie, im Kulturausschuss und im Ständigen Ausschuss gemäß Artikel 40 der Landesverfassung.

Engagement außerhalb der Politik

Neben seiner politischen Tätigkeit engagierte sich Kuhmichel über viele Jahre im Essener Vereinsleben. Unter anderem war er Vorsitzender der Fußballabteilung des ETB Schwarz-Weiß Essen. Zudem pflegte er einen intensiven Austausch zwischen kommunaler Politik und Landespolitik, etwa durch regelmäßig stattfindende politische Veranstaltungen in seinem Heimatstadtteil Burgaltendorf.

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Einzelnachweise

  1. CDU Essen trauert um Manfred Kuhmichel. In: Radio Essen. 12. Januar 2026, abgerufen am 15. Januar 2026.