Makhoul Farha

Makhoul Farha OCD (arabisch مخول فرحا, DMG Maḫūl Farḥā; * 28. Dezember 1959 in Ras Baalbek, Gouvernement Bekaa) ist ein libanesischer melkitisch griechisch-katholischer Ordensgeistlicher und Erzbischof von Baalbek.

Leben

Makhoul Farha trat am 30. September 1970 der Ordensgemeinschaft der Unbeschuhten Karmeliten bei und absolvierte 1974 das Noviziat. Er legte am 15. August 1975 die einfache und am 15. August 1983 die feierliche Profess ab. Nach dem Studium der Philosophie und der Katholischen Theologie wurde Farha am 6. Januar 1984 zum Diakon geweiht und empfing am 14. Juli desselben Jahres das Sakrament der Priesterweihe.[1] Anschließend setzte er seine Studien in Rom fort, wo er 1988 an der Päpstlichen Universität Urbaniana ein Lizenziat im Fach Kanonisches Recht erwarb.[2] Außerdem erlangte er Diplome in kanonischem Ordensrecht und in Theologie des geweihten Lebens sowie in Kommunikationswissenschaft.[3]

Von 1989 bis 2002 leitete Farha das ordenseigene Studienhaus im Libanon und von 1999 bis 2002 war er zusätzlich Superior des Klosters Notre-Dame-du-Mont-Carmel in Hazmieh. Zudem gehörte er von 1996 bis 1999 dem Provinzialrat der libanesischen Ordensprovinz der Unbeschuhten Karmeliten an. Von 1999 bis 2002 war er erster Provinzialrat. Danach fungierte er von 2002 bis 2008 und von 2011 bis 2017 als Provinzsuperior der libanesischen Ordensprovinz der Unbeschuhten Karmeliten.[2] Zwischen beiden Amtszeiten als Provinzsuperior wirkte er als Superior des Klosters Saint-Élie in Maaysra und als Rektor der dortigen Wallfahrtskirche Enfant Jésus de Prague. Von 2020 bis 2023 war Farha Delegat des Generalsuperiors für Ägypten.[3] Ab 2023 war er zweiter Provinzialrat des ägyptischen Kommissariats der Unbeschuhten Karmeliten.[4]

Neben seinen ordensinternen Aufgaben war Farha von 1989 bis 2002 als Verantwortlicher für den Libanon beim regionalen Kirchengericht für die Gläubigen des lateinischen Ritus tätig. Zudem fungierte er als Präsident der kirchlichen Berufungsgerichte für die Gläubigen des lateinischen Ritus (1992–2012) und des chaldäischen Ritus (1992–2020) sowie für die syrisch-katholischen Gläubigen (2000–2002). Außerdem war er auch Offizial und Präsident der Kirchengerichte erster Instanz für die syrisch-katholischen Gläubigen (2002–2017) und für die armenisch-katholischen Gläubigen (2000–2020).[2] Von 2006 bis 2020 wirkte er zusätzlich als delegierter Vikar des Apostolischen Vikariats Beirut[5][3] und von 2012 bis 2020 auch als dessen Offizial.[2] Darüber hinaus gehörte Farha von 1995 bis 2020 bei der Versammlung der katholischen Patriarchen und Bischöfe im Libanon den Räten für die Liturgie und für die Familie sowie für die kirchenrechtlichen Angelegenheiten und die Kirchengerichte an.[2]

Die Synode der melkitisch griechisch-katholischen Bischöfe wählte ihn am 20. Juni 2025 zum Erzbischof von Baalbek.[1] Papst Leo XIV. bestätigte die Wahl am 16. Juli 2025.[2] Der melkitische Patriarch von Antiochien, Joseph Absi SMSP, spendete ihm am 24. August desselben Jahres in der Basilika St. Paul in Harissa die Bischofsweihe; Mitkonsekratoren waren der Erzbischof von Banyas, Georges Nicolas Haddad SMSP, und der Erzbischof von Latakia, Georges Khawam SMSP.

Einzelnachweise

  1. a b السينودس البطريركي لكنيسة الروم الكاثوليك ينتخب الأب مخول فرحا مطرانًا على إيبارشية بعلبك بلبنان – Die Patriarchalsynode der Melkitischen Griechisch-Katholischen Kirche wählt Pater Makhoul Farha zum Bischof der Eparchie Baalbek im Libanon. In: catholic-eg.com. 21. Juni 2025, abgerufen am 4. November 2025 (arabisch).
  2. a b c d e f Rinuncia e nomina dell’Arcivescovo di Baalbek dei Greco-Melkiti. In: Tägliches Bulletin. Presseamt des Heiligen Stuhls, 16. Juli 2025, abgerufen am 4. November 2025 (italienisch).
  3. a b c راعٍ جديد لأبرشيّة بعلبك الملكيّة… من هو مخّول فرحا؟ – Ein neuer Hirte für die Melkitische Erzdiözese Baalbek. Wer ist Makhoul Farha? In: acimena.com. 22. Juni 2025, abgerufen am 4. November 2025 (arabisch).
  4. Nomine. In: Acta Ordinis Carmelitarum Discalceatorum. Band 68, 2023, S. 172 (italienisch, carmelitaniscalzi.com [PDF; 3,0 MB]).
  5. Annuario Pontificio. Libreria Editrice Vaticana, Vatikanstadt 2009, S. 1073 (italienisch, google.de).
VorgängerAmtNachfolger
Elias Rahal SMSPErzbischof von Baalbek
seit 2025