Maja Neuenschwander
| Maja Neuenschwander | ||||||||||||||||||||||
|
| ||||||||||||||||||||||
| Nation | Schweiz | |||||||||||||||||||||
| Geburtstag | 13. Februar 1980 (45 Jahre) | |||||||||||||||||||||
| Beruf | Geschichts- und Sportlehrerin | |||||||||||||||||||||
| Karriere | ||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Bestleistung | 1:10:46 h (Halbmarathon) 2:26:49 h (Marathon, SR) | |||||||||||||||||||||
| Status | aktiv | |||||||||||||||||||||
| Medaillenspiegel | ||||||||||||||||||||||
| ||||||||||||||||||||||
| ||||||||||||||||||||||
| letzte Änderung: 11. Oktober 2018 | ||||||||||||||||||||||
Maja Doris Neuenschwander (* 13. Februar 1980) ist eine Schweizer Historikerin und Leichtathletin. Sie war spezialisiert auf den Langstreckenlauf und arbeitet heute als Projektleiterin bei Swiss Olympic.
Werdegang
Neuenschwander wohnt in Rubigen und ist Geschichts- und Sportlehrerin. Sie arbeitet in einem Teilzeitpensum an der Eidgenössischen Hochschule für Sport Magglingen (EHSM). Trainiert wird sie von der ehemaligen Spitzenläuferin Sandra Gasser und Beat Aeschbacher. Ihre Lizentiatsarbeit verfasste sie bei Christian Pfister zum Thema der Spitzensportförderung in der Schweiz.
Sie startete bei den Crosslauf-Europameisterschaften 2001 (4,65 km) in Thun und belegte den 69. Rang. Im selben Jahr wurde sie Schweizer Meisterin Crosslauf lang, und sie konnte sich diesen Titel 2010 erneut sichern.
Bei der Sommer-Universiade 2005 erreichte Neuenschwander im August in der Türkei den zehnten Rang im Halbmarathon. 2008 und erneut 2012 wurde sie Schweizer Meisterin im Marathon.
Olympische Sommerspiele 2012
2012 startete sie in London bei den Olympischen Sommerspielen und belegte im Marathonlauf den 53. Rang. 2014 belegte sie bei den Europameisterschaften in Zürich den neunten Rang.
Im April 2013 wurde sie Zweite beim Hamburg-Marathon, und 2013 wurde sie in 1:13:44 Stunden auch Schweizer Meisterin im Halbmarathon.[1]
Im April 2015 gewann sie als erste Schweizerin den Vienna City Marathon.[2] Im Herbst 2015 steigerte sie beim Berlin-Marathon ihre persönliche Bestzeit auf 2:26:49 Stunden und verbesserte den Schweizer Rekord deutlich.
Beim Grand Prix von Bern (Lauf über zehn Meilen durch die Berner Innenstadt) wurde sie im Mai 2018 Zweite hinter Martina Strähl. 2018 zog sich die damals 38-Jährige einen Ermüdungsbruch zu und musste auf eine geplante Teilnahme bei den Leichtathletik-Europameisterschaften 2018 im August in Berlin verzichten.[3]
Im Jahr 2023 war sie Botschafterin für die EuroGames in Bern.[4][5]
Nach dem Ende ihrer aktiven Laufbahn wechselte Neuenschwander in die Sportförderung und Beratung. Sie ist Leiterin des Athlete Hub von Swiss Olympic, der Athleten mit einem holistischen Ansatz und verschiedenen Dienstleistungen während und nach ihrer sportlichen Karriere begleitet.[6] Zuvor war sie Projektleiterin des Programms «Frau und Spitzensport».[7] Das war ein Projekt, welches die Voraussetzungen für Athletinnen, Funktionärinnen oder Trainerinnen verbessern sollte.[8] Neuenschwander engagierte sich hier für die Förderung von Frauen im Spitzensport und begleitete Projekte, die Sport und Berufsausbildung miteinander verbinden. Neuenschwander tritt regelmässig als Botschafterin[9] und Expertin in Medien[10] und Sportprojekten auf. Zusätzlich ist sie als Kolumnistin für die NZZ am Sonntag tätig.
Neben ihrem sportlichen und beruflichen Engagement ist Neuenschwander auch als Gemeinderätin in Rubigen tätig, wo sie das Ressort Finanzen verantwortet.[11]
Sportliche Erfolge
| Datum/Jahr | Rang | Wettbewerb | Austragungsort | Zeit | Bemerkung |
|---|---|---|---|---|---|
| 19. Mai 2018 | 2 | Grand Prix von Bern | Bern | Zweite hinter Martina Strähl | |
| 14. Aug. 2016 | 29 | Olympische Sommerspiele 2016 | Rio de Janeiro | 2:34:27 | Marathon |
| 27. Sep. 2015 | 6 | Berlin-Marathon | Berlin | 2:26:49 | Schweizer Rekord (bis 3. April 2021) |
| 12. Apr. 2015 | 1 | Vienna City Marathon | Wien | 2:30:09 | |
| 16. Aug. 2014 | 9 | Leichtathletik-Europameisterschaften 2014 | Zürich | 2:31:08 | Schweizer Bestmarke Marathon (WOM only) |
| 27. Okt. 2013 | 10 | Frankfurt-Marathon | Frankfurt am Main | 2:29:42 | persönliche Marathon-Bestzeit |
| 21. Apr. 2013 | 2 | Hamburg-Marathon | Hamburg | 2:30:50 | Zweite hinter Diana Lobačevskė |
| 2013 | 1 | Schweizer Meisterschaft Halbmarathon | 1:13:44 | Schweizer Meisterin Halbmarathon, beim Greifenseelauf | |
| 5. Aug. 2012 | 53 | Olympische Sommerspiele 2012 | London | 2:34:50 | Marathon |
| 2012 | 1 | Schweizer Meisterschaft Marathon | 2:31:55 | Schweizer Meisterin Marathon | |
| 31. Juli 2010 | 25 | Leichtathletik-Europameisterschaften 2010 | Barcelona | 2:45:17 | Marathon |
| 28. März 2010 | 10 | Berliner Halbmarathon | Berlin | ||
| 5. Apr. 2009 | 10 | Paris-Marathon | Paris | ||
| 20. Sep. 2009 | 9 | Berlin-Marathon | Berlin | ||
| 2008 | 1 | Schweizer Meisterschaft Marathon | Schweizer Meisterin Marathon | ||
| 1. Apr. 2007 | 4 | Zürich-Marathon | Zürich | 2:44:48,7 | |
| 9. Apr. 2006 | 3 | Zürich-Marathon | Zürich | 2:44:23,8 | |
| Aug. 2005 | 10 | Sommer-Universiade 2005 | Izmir | Halbmarathon |
- 2014: Schweizer Bestmarke 25 km: 1:27:01 h (Big 25 Berlin)
- 2014: Schweizer Bestmarke Marathon (WOM only): 2:31:08 h (EM Zürich)
- 2015: Schweizer Bestmarke 15 km: 50:21,0 min (Den Haag)
- 2015: Schweizer Bestmarke 20 km: 1:07:22 h (Den Haag)
- 2015: Schweizer Bestmarke Marathon: 2:26:49 h (Berlin)
Persönliche Bestleistungen
- Halbmarathon: 1:10:46 h, 11. März 2018 in Den Haag
- Marathon: 2:26:49 h, 27. September 2015 in Berlin
Literatur
- «Sieger fallen nicht vom Himmel». Spitzensportförderung in der Schweiz 1964–2000. Lizentiatarbeit, Universität Bern. Bern 2008.
- Maja Neuenschwander. In: Jeannine Borer, Corinne Rufli, Marianne Meier, Monika Hofmann, Seraina Degen: Vorbild und Voruteil. Lesbische Spitzensportlerinnen erzählen. Hier Und Jetzt, 2020, ISBN 978-3-03919-502-2. S. 145–151
Weblinks
- Website von Maja Neuenschwander
- Maja Neuenschwander in der Datenbank von World Athletics (englisch)
- Ruedi Kunz: Unbeschwert Grenzen versetzen. In: Der Bund. 14. Juli 2010
- Maja Neuenschwander in der Datenbank von Olympedia.org (englisch)
Einzelnachweise
- ↑ Kreienbühl läuft zum Meistertitel - Spirig stark (21. September 2013)
- ↑ Neues Duell zwischen Anna Hahner und Caroline Chepkwony ( vom 28. April 2015 im Internet Archive) (17. März 2015)
- ↑ Maja Neuenschwander mit Ermüdungsbruch (10. September 2018)
- ↑ Our ambassadors - EuroGames 2023 Bern. 2. Januar 2023, abgerufen am 25. September 2023 (amerikanisches Englisch).
- ↑ Eurogames offiziell eröffnet – Bern, die «Regenbogen-Stadt». 26. Juli 2023, abgerufen am 25. September 2023.
- ↑ Nicht nur Athlet:in, sondern auch Mensch, auf athletes-network.com, abgerufen am 30. Dezember 2025
- ↑ Maja Neuenschwander zum Thema «Frauen im Spitzensport», auf bpm-sports.ch, abgerufen am 30. Dezember 2025
- ↑ Frauen in der Schweiz 2021. In: Frederike Asael & Hilmar Gernet (Hrsg.): Schauplatz 11. Heft 6/2021. Werdverlag.ch, ISBN 978-3-03922-060-1, S. 177.
- ↑ Geoutete CH-Sportler*innen sind die Gesichter der EuroGames Bern 2023, auf bern.lgbt
- ↑ Begrüssung von Sibylle Matter und Maja Neuenschwander, auf srf.ch
- ↑ Neuenschwander Maja, auf rubigen.swiss