Mabeco

Mabeco war eine Berliner Motorrad-Fabrik der 1920er Jahre.

Die Firma leitete sich vom Inhaber Max Bernhardt (und Compagnon) ab. Die Marke wird erstmals 1922 im Zusammenhang mit einer Motorsportveranstaltung in Schlesien erwähnt.[1] Im November 1924 erfolgte die Eintragung in das Handelsregister.[2] Nach der Liquidation dieser Gesellschaft und Neugründung ebenfalls unter Beteiligung Bernhardts[3] 1927 schied Bernhardt aus der Geschäftsführung aus.[4] 1928 erfolgte die Löschung des Unternehmens aus dem Handelsregister.[5]

Das Unternehmen stellte in diesem Zeitraum etwa 3400 Motorräder her. Ihre Produkte waren exakte Nachbildungen der US-amerikanischen Motorräder von Indian.[6] Die schwere Zweizylinder-Reisemaschine verfügte wie das Original über einen luftgekühlten (SV)-V-Motor mit 750 cm³ Hubraum (bei 70 mm Bohrung und 78 mm Hub), der etwa 12 PS bei 2200/min abgab. Die Motoren wurden bei Siemens & Halske in Berlin gebaut.[7]

Ein Mabeco-Motorrad u. a. ist im Inventar des Niederrheinischen Motorrad-Museums in Moers-Asberg zu besichtigen.

Einzelnachweise

  1. Deutsche Allgemeine Zeitung vom 24. August 1922, abgerufen über deutsche-digitale-bibliothek.de, Direktlink.
  2. Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger vom 27. November 1924, abgerufen über deutsche-digitale-bibliothek.de, Direktlink.
  3. Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger vom 29. April 1925, abgerufen über deutsche-digitale-bibliothek.de, Direktlink.
  4. Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger vom 9. November 1927, abgerufen über deutsche-digitale-bibliothek.de, Direktlink.
  5. Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger vom 25. Februar 1928, abgerufen über deutsche-digitale-bibliothek.de, Direktlink.
  6. Mabeco-Motorrad-Fans treffen sich im Mühltal, Ostthüringer Zeitung vom 5. September 2009.
  7. Jürgen Kießlich: Mabeco – der deutsche Amerikaner oder die „Berliner Rothaut“, Top-Speed, 01/2021.