Mónica García
Mónica García Gómez (* 16. Januar 1974 in Madrid) ist eine spanische Ärztin und Politikerin (Movimiento Sumar). Seit 2023 ist sie spanische Gesundheitsministerin im Kabinett Sánchez III.
Leben und Wirken
García studierte Medizin an der Universität Complutense Madrid. Nach ihrem Studienabschluss trat sie eine Stelle als Anästhesiologin am Madrider Hospital 12 de Octubre an.[1] 2012 nahm sie als Sprecherin der Vereinigung der Fachärzte von Madrid (AFEM) an der Marea Blanca, einer Protestbewegung zur Verbesserung des öffentlichen Gesundheitswesens, teil.[2] Ziel der Proteste war es, von der Regionalregierung der Autonomen Gemeinschaft Madrid beabsichtigte Kürzungen im Gesundheitsbudgets zu verhindern.[3]
2015 kandidierte sie für Podemos für die Asamblea de Madrid, die Madrider Regionalversammlung. Über die Parteiliste konnte sie bei der Parlamentswahl einen Sitz erringen. Im Dezember 2017 wurde im Zuge einer Umstrukturierung der Fraktion bekannt gegeben, dass García die Fraktionspräsidentschaft übernehmen und Marco Candela ablösen würde.[4] Bei den Parlamentswahlen 2019 trat sie für Más Madrid an und schaffte erneut über die Liste den Einzug ins Parlament.[5] Nach der Auflösung des Parlaments im März 2021 trat García bei den Neuwahlen gegen Isabel Díaz Ayuso bei der Bewerbung um das Amt der Präsidentin der Regionalregierung an.[6] Bei den Wahlen erhielt Más Madrid 17 % der Stimmen und 24 der 136 Sitze; damit erzielte García mit ihrer Partei das zweithöchste Stimmenergebnis.[7] Zur Regionalpräsidentin wurde dennoch Isabel Díaz Ayuso gewählt. Da Más Madrid jedoch zweitstärkste Kraft wurde und mehr Stimmen als die PSOE erhalten hatte, avancierte García zur Oppositionsführerin. Bei den Regionalwahlen am 28. Mai 2023 kandidierte García erneut um das Amt der Regionalpräsidentin, unterlag aber erneut Díaz Ayuso, wenngleich Más Madrid denn Stimmanteil nochmals steigern und im Vergleich zum vorigen Wahlergebnis drei weitere Sitze erringen konnte. García wurde damit erneut Oppositionsführerin. Am 20. November 2023 trat sie von ihrem Amt als Abgeordnete zurück und Manuela Bergerot übernahm die Oppositionsführung.[8]
Am folgenden Tag, dem 21. November 2023, wurde García in der neu zusammengetretenen Staatsregierung, dem Kabinett Sánchez III, als Gesundheitsministerin vereidigt.[9] In ihrer Arbeit als Ministerin legte sie einen Schwerpunkt auf eine bessere Tabakkontrolle und die Bekämpfung von HIV. Begründet in ihren politischen Anfängen setzte sie sich zudem für eine Stärkung und bessere finanzielle Ausstattung des Gesundheitssystems ein. Gleichwohl sah sie sich zu Beginn des Jahres 2025 mit einem unbefristeten Streiks im Gesundheitssektor konfrontiert.[10]
Weblinks
- Mónica García bei der spanischen Regierung
- Mónica García beim spanischen Gesundheitsministerium
Einzelnachweise
- ↑ La reforma del Hospital 12 de Octubre quedará en manos del próximo Gobierno regional, abgerufen am 6. Dezember 2025 (spanisch).
- ↑ Mónica García (Podemos): “La política no es mi terreno, mi casa es el hospital”, abgerufen am 6. Dezember 2025 (spanisch).
- ↑ Mónica García, portavoz de la AFEM: "La Consejería no quiere escucharnos", abgerufen am 6. Dezember 2025 (spanisch).
- ↑ Espinar da más peso a los errejonistas en la Ejecutiva y el grupo parlamentario de cara a 2019, abgerufen am 6. Dezember 2025 (spanisch).
- ↑ Mónica García, la líder de Más Madrid que pasó de encabezar la Marea Blanca a ser ministra de Sanidad, abgerufen am 6. Dezember 2025 (spanisch).
- ↑ Mónica García, la médico que dará la batalla a Ayuso en Madrid el 4 de mayo, abgerufen am 6. Dezember 2025 (spanisch).
- ↑ Más Madrid arrolla y 'sorpassa' al PSOE, abgerufen am 6. Dezember 2025 (spanisch).
- ↑ Manuela Bergerot toma el relevo de Mónica García como nueva portavoz de Más Madrid en la Asamblea, abgerufen am 6. Dezember 2025 (spanisch).
- ↑ La toma de posesión de los ministros y ministras, en directo, abgerufen am 6. Dezember 2025 (spanisch).
- ↑ Huelga indefinida desde enero en Sanidad por la "parálisis ministerial" de Mónica García, abgerufen am 6. Dezember 2025 (spanisch).