Märkische Allee
| Märkische Allee | |
|---|---|
| Straße in Berlin | |
| Märkische Allee in Höhe des S-Bahnhofs Springpfuhl | |
| Basisdaten | |
| Ort | Berlin |
| Ortsteil | Marzahn |
| Angelegt | ab 1976 |
| Hist. Namen | Dornburger Weg (1935–1978), Roderjanweg (1935–1978), Heinrich-Rau-Straße (1978–1992) |
| Anschlussstraßen | Alt-Friedrichsfelde / Alt-Biesdorf (südlich), Dorfstraße (nördlich) |
| Querstraßen | (Auswahl) Allee der Kosmonauten, Landsberger Allee, Bitterfelder Straße, Mehrower Allee, Wuhletalstraße, Ahrensfelder Chaussee |
| Plätze | Helene-Weigel-Platz (an der Kreuzung mit der Allee der Kosmonauten) Ahrensfelder Platz (Bahnhofsvorplatz an der Endstation der S-Bahn) |
| Bauwerke | siehe unten |
| Nutzung | |
| Nutzergruppen | Fußverkehr, Radverkehr, Autoverkehr, ÖPNV |
| Technische Daten | |
| Straßenlänge | 7580 Meter |
Die Märkische Allee ist mit rund 7,5 Kilometer die längste Straße im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Sie entstand ab 1976 als neuer Straßenzug und führt durch die Ortsteile Biesdorf und Marzahn.
Verlauf
Die Allee beginnt kreuzungsfrei an den auf gemeinsamer Trasse verlaufenden Bundesstraßen 1/5 (Alt-Friedrichsfelde/Alt-Biesdorf) in Biesdorf und verläuft in nord- bis nordöstliche Richtung. Zu Beginn als Damm geführt, überquert sie zuerst die Gleise der Ostbahn und unterquert dann die Allee der Kosmonauten sowie die Landsberger Allee. Nach der Einmündung der Bitterfelder Straße in die Märkische Allee werden die Wuhletalstraße und die Neue Wuhle überquert. Kurz vor der Berliner Stadtgrenze zu Ahrensfelde endet sie an der Einmündung in die Ahrensfelder Chaussee. Von hier wird der Verkehr auf der Dorfstraße durch Ahrensfelde weiter zum Berliner Ring geführt.
Die Straße ist fast komplett sechsstreifig – in einigen Abschnitten vierstreifig – ausgebaut und wird durch einen Mittelstreifen getrennt. Gehwege sind auf der östlichen Straßenseite durchgehend, auf der westlichen Seite nur teilweise vorhanden.
Seit den 1990er Jahren ist die Märkische Allee ein Teilstück der B 158 nach Angermünde.
Die Straße verläuft im leichten Bogen östlich parallel zur Wriezener Bahn. Im mittleren Bereich besitzt die Allee mehrere gleichnamige Parallelstrecken, die in die Wohngebiete führen.
Geschichte und Namensgebung
Die Straße entstand ebenso wie die S-Bahn-Trasse nach Ahrensfelde im Zusammenhang mit dem Bau der Großwohnsiedlung Marzahn ab 1976.[1] Die früheren Trassen Dornburger Weg und Roderjanweg gingen in dem zuerst Heinrich-Rau-Straße genannten Verkehrsweg auf.
Die Märkische Allee ist das nördliche Teilstück der bereits in den späten 1960er Jahren geplanten Tangential-Verbindung Ost (TVO). Ihre Verlängerung nach Süden über die Bundesstraße 1 hinaus durch die Wuhlheide zur Spindlersfelder Straße wurde allerdings nie realisiert und nach 1990 vom Berliner Senat immer wieder ad acta gelegt. Bereits seit September 2007 gibt es Versuche, die Planung voranzutreiben, um die vorhandene Lücke zu schließen.
Die Straße trug seit 1978 zunächst den Namen des DDR-Politikers Heinrich Rau[2] und wurde nach der politischen Wende auf Empfehlung des Berliner Senats in einen neutralen Namen geändert. Seit dem 31. Januar 1992 ist die Allee nach der historischen Mark Brandenburg benannt.
Zwischen Mehrower Allee und Bahnhof Ahrensfelde ist ihr grundhafter Ausbau vorgesehen.[3]
Bebauung
Auf der westlichen Straßenseite gibt es im südlichen Abschnitt ein größeres Gewerbegebiet mit einem Elektro-, einem Möbel- und einem Baumarkt. Dieser Bereich erhielt im Jahr 1997 als Märkische Spitze einen eigenen Namen. Die östliche Straßenseite ist in Biesdorf teilweise mit Ein- und Mehrfamilienhäusern bebaut, die aber nicht direkt an der Straße stehen. Ab dem Bentschener Weg an der Grenze zu Marzahn dominieren mehrgeschossige Wohnhäuser.
Auf Höhe der Poelchaustraße stehen die Feuerwache Marzahn[4] und die Direktion 3 (Ost) der Berliner Polizei.[5] An der Einmündung der Marzahner Promenade befindet sich das Eastgate, eines der größten Berliner Einkaufszentren.
Die 1984 im Verlauf der Märkischen Allee errichtete Wuhletalbrücke war wegen Bauschäden ab 2019 gesperrt. Der Ersatzneubau wurde 2025 für den Verkehr freigegeben.[6]
Das nördlichste Grundstück der Straße trägt die Hausnummer 414.
Verkehr
Die Märkische Allee verläuft parallel zur Wriezener Bahn mit den Bahnhöfen Springpfuhl, Poelchaustraße, Marzahn, Raoul-Wallenberg-Straße, Mehrower Allee und Ahrensfelde, die jeweils nur etwa 100 m von der Straße entfernt liegen und von der Linie S7 der Berliner S-Bahn bedient werden.
Auf kürzeren Teilabschnitten der Straße verkehren unterschiedliche Buslinien.
Weblinks
- Märkische Allee in berlin.kauperts.de
Einzelnachweise
- ↑ Viele mannshohe Trassen durchziehen den "Neunten". In: Neues Deutschland, 245. November 1976, S. 8; online.
- ↑ Neue Namen in Marzahn. In: Berliner Zeitung, 3. Juli 1978, S. 3; online.
- ↑ Märkische Allee. In: berlin.de/sen/uvk/mobilitaet-und-verkehr. Abgerufen am 4. Oktober 2025.
- ↑ Feuerwache Marzahn. In: berliner-feuerwehr.de. Abgerufen am 4. Oktober 2025.
- ↑ Direktion 3 (Ost). In: berlin.de/polizei. Abgerufen am 4. Oktober 2025.
- ↑ Wuhletalbrücke in Marzahn-Hellersdorf: Verkehrsfreigabe nach Ersatzneubau. In: entwicklungsstadt.de. 5. September 2025, abgerufen am 4. Oktober 2025.
Koordinaten: 52° 32′ 53″ N, 13° 32′ 45″ O