Mährenhüll

Mährenhüll
Gemeinde Wattendorf
Koordinaten: 50° 2′ N, 11° 9′ O
Höhe: 511 (507–535) m ü. NHN
Einwohner: 79 (2. Jan. 2021)[1]
Postleitzahl: 96196
Vorwahl: 09504

Mährenhüll ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Wattendorf im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern).[2] Mährenhüll liegt in der Gemarkung Bojendorf.[3]

Geografie

Das Dorf liegt auf einer Hochebene der Fränkischen Jura und ist weitestgehend von Acker- und Grünland umgeben. Die Staatsstraße 2210 führt nach Bojendorf (2 km nordöstlich) bzw. nach Wattendorf (2 km westlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Großziegenfeld (2,5 km südöstlich).[4]

Geschichte

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Mährenhüll aus 14 Anwesen und 1 Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Scheßlitz aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Amt Scheßlitz. Grundherren waren

Im Jahre 1802 kam Mährenhüll an das Kurfürstentum Bayern. Im Zuge des Gemeindeedikts wurde Mährenhüll dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Bojendorf und der mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstandenen Ruralgemeinde Bojendorf zugewiesen.[6] Am 1. Mai 1978 wurde Mährenhüll im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Gemeinde Wattendorf eingegliedert.[7]

Baudenkmäler

In Mährenhüll gibt es zwei Baudenkmäler:[8]

  • Haus Nr. 1: Kleinstall
  • Bildstock

Einwohnerentwicklung

Jahr 001818 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987 002021
Einwohner 58 70 79 95 86 105 93 85 85 76 79
Häuser[9] 12 14 15 15 16 16 17
Quelle [6] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18] [1]

Religion

Mährenhüll ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Barbara (Wattendorf) gepfarrt.[5][16]

Literatur

Fußnoten

  1. a b Einwohnerzahlen der VG Steinfeld zum 02.01.2021 – Gemeinde Wattendorf. In: Verwaltungsgemeinschaft Steinfeld (Hrsg.): Mitteilungsblatt der Verwaltungsgemeinschaft Steinfeld – Amtliches Bekanntmachungsorgan für die Verwaltungsgemeinschaft Steinfeld und die Mitgliedsgemeinden Königsfeld, Stadelhofen, Wattendorf. Band 38, Nr. 1, 15. Januar 2021, S. 3.
  2. Gemeinde Wattendorf, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 25. Dezember 2024.
  3. Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 17. Dezember 2025.
  4. Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 17. Dezember 2025 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).
  5. a b W. Weiß: Bamberg, S. 144.
  6. a b W. Weiß: Bamberg, S. 235.
  7. Wattendorf > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 17. Dezember 2025.
  8. Denkmalliste für Wattendorf (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege
  9. Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 und von 1885 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.
  10. Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 831, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  11. Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1001, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  12. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 947 (Digitalisat).
  13. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 991 (Digitalisat).
  14. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1013 (Digitalisat).
  15. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 873 (Digitalisat).
  16. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 643 (Digitalisat).
  17. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 145 (Digitalisat).
  18. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 292 (Digitalisat).