Lycium tenuispinosum
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
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| Miers |
Lycium tenuispinosum ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Bocksdorne (Lycium) in der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae).
Beschreibung
Lycium tenuispinosum ist ein aufrecht wachsender Strauch, der Wuchshöhen von 0,4 bis 2 m erreicht. Die Laubblätter sind sukkulent oder häutig und können unterschiedliche Behaarungsvarianten aufweisen. Die Blätter werden 1,5 bis 15 mm lang und 0,5 bis 2 mm breit.
Die Blüten sind zwittrig und fünfzählig. Der Kelch ist röhren- bis glockenförmig. Die Kelchröhre wird 2 bis 3 mm lang und ist mit 2 bis 5 mm langen Kelchzipfeln besetzt. Die Krone ist trichterförmig, weiß, hellgelb oder violett, die Adern sind dunkel purpurn. Die Kronröhre erreicht eine Länge von 4 bis 8 mm, die Kronlappen werden 2,5 bis 4,5 mm lang. Die Staubfäden sind auf den unteren 2 bis 3 mm der Basis behaart.
Die Frucht ist eine gelbe, orange, rote, violette oder dunkel purpurn gefärbte, kugelförmige Beere, die 5 bis 9 mm lang und 4,5 bis 6 mm breit wird. Je Fruchtblatt werden zehn bis 20 Samen gebildet.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 24.[1]
Vorkommen
Die Art ist in Südamerika verbreitet und kommt dort in Argentinien, Chile und Paraguay vor.[2]
Taxonomie und Systematik
Lycium tenuispinosum wurde 1854 von John Miers in Annals and Magazine of Natural History, including Zoology, Botany, and Geology Serie 2 Band 14 Teil 81 Seite 190–191 erstbeschrieben.
Molekularbiologische Untersuchungen platzieren die Art zusammen mit Lycium brevipes, Lycium carolinianum und Lycium rachidocladum in einer deutlich unterstützten Klade, die wiederum in einer größeren Klade aus rein amerikanischen Arten platziert ist.[3][4]
Nachweise
Einzelnachweise
- ↑ Lycium tenuispinosum bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. Louis
- ↑ Lycium tenuispinosuma. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science, abgerufen am 12. Januar 2026.
- ↑ Rachel A. Levin und Jill S. Miller: Relationships within Tribe Lycieae (Solanaceae): Paraphyly of Lycium and multiple Origins of Gender Dimorphism. In: American Journal of Botany, Band 92, Nummer 12, 2005. S. 2044–2053.
- ↑ Rachel A. Levin et al.: Evolutionary Relationships in Tribe Lycieae (Solanaceae). In: D.M. Spooner, L. Bohs, J. Giovannoni, R.G. Olmstead und D. Shibata (Hrsg.): Solanaceae VI: Genomics meets biodiversity. Proceedings of the Sixth International Solanaceae Conference, ISHS Acta Horticulturae 745, Juni 2007. ISBN 978-9066054271
Hauptbelege
- J.S. Miller und R.A. Levin: Lycium tenuispinosum. In: Project Lycieae