Luthereichen Gorbitz

Die Luthereichen Gorbitz sind zwei 1883 anlässlich des 400. Geburtstags des Reformators Martin Luther gepflanzte Gedenkbäume im Dresdner Stadtteil Gorbitz.

Geschichte

Der Diakonieverein der evangelischen Landeskirche hatte 1876 bis 1880 in der Uthmannstraße in Obergorbitz eine Bildungsanstalt gebaut, die auch als „Rettungsanstalt“ für „entartete und gefährdete Kinder“ diente. Das Hauptgebäude mit Kapelle wurde am 1. Advent 1879 geweiht.[1]

Am Sonnabend den 10. November 1883, dem 400. Geburtstag des Reformators Martin Luther, pflanzten die Gemeinden Ober- und Niedergorbitz je eine Linde und eine Eiche vor dem Südeingang des Hauptgebäudes „zum Gedächtnis der Feier der 400jährigen Wiederkehr der Geburt des Reformators“.[2]

Die beiden Linden sind – anders als die am gleichen Wochenende gepflanzten Lutherlinden in den damaligen Dresdner Vororten Cossebaude, Gruna, Kaditz, Klotzsche oder Striesen – nicht mehr erhalten und teilen sich damit das Schicksal der ursprünglich gepflanzten Lutherlinde in Lausa. Die beiden Luthereichen sind vital, standortbedingt jedoch nicht so imposant wie die am gleichen Tag gepflanzten Luthereichen in Kleinluga oder in Strehlen.

Fußnoten

  1. Lars Herrmann: Kirchen in Gorbitz. In: dresdner-stadtteile.de. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 7. Dezember 2022; abgerufen am 24. September 2025.
  2. Friedrich August Leßke: Denkmäler. In: Beiträge zur Geschichte und Beschreibung der Dörfer Ober- und Niedergorbitz, Wölfnitz, Pennrich, Naußlitz und Neunimptsch. Selbstverlag, Deuben 1896, S. 203 f., S. 204 (Digitalisat).
Commons: Luthereichen Gorbitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 51° 2′ 20,6″ N, 13° 39′ 56,8″ O