Luhowe (Melitopol)

Luhowe
Луговое
Luhowe
Basisdaten
Staat: Ukraine Ukraine
Oblast: Oblast Saporischschja
Rajon: Rajon Melitopol
Höhe: Angabe fehlt
Fläche: 1.905 km²
Einwohner: 30 (2001)
Bevölkerungsdichte: 16 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 72336
Vorwahl: +380 6192
Geographische Lage: 46° 59′ N, 35° 28′ O
KATOTTH: UA23080270060081405
KOATUU: 2323085105
Verwaltungsgliederung: 1 Dorf
Verwaltung
Adresse: вул. Піонерська 1
72333 с. Терпіння
Luhowe
i1

Luhowe (ukrainisch Луговое; russisch Луговое Lugowoje) ist ein Dorf im Rajon Melitopol in der Oblast Saporischschja geht auf das Dorf Franztal als Teil der Kolonie Molotschna zurück.

Am 12. Juni 2020 wurde das Dorf ein Teil der neugegründeten Landgemeinde Terpinnja,[1] bis dahin war es Teil der Landratsgemeinde Terpinnja im Nordosten des Rajons Melitopol.

Im März 2022 wurde der Ort durch russische Truppen im Rahmen des Russischen Überfalls auf die Ukraine eingenommen und befindet sich seither nicht mehr unter ukrainischer Kontrolle.

Franztal

Der Ort wurde 1820 durch 15 friesische Mennonitenfamilien aus der Kulmer Gegend gegründet. Anfangs sollte der Ort aus 20 Bauernhöfen bestehen, von denen auf Vorschlag der Regierung nur 15 zu besiedeln war und fünf weitere für Nachkommen der Siedler reserviert sein sollten. Schließlich kamen jedoch noch acht weitere Familien hinzu. 18 Familien bekamen Unterstützung von der Regierung, die anderen hatten genügend Eigenkapital. Zunächst wählten die Siedler eine Niederung bei Großweide. Es stellte sich aber heraus, dass dieser Ort zu trocken war und das Dorf wurde am heutigen Ort angelegt. Ursprünglich sollten zwei Straßen angelegt werden, doch schließlich erlaubten die Behörden, das Dorf mit nur einer Straße und beidseitig angelegten Höfen zu bauen. Anfangs wurde der Ort Pschuchowka genannt, doch lehnten die Behörden den polnischen Namen ab. Daher wurde der Dorf Franztal genannt, was ein häufiger Ortsname in Preußen war. 1907 gab es hier eine Ziegelei, drei Getreidemühlen. Beim Rückzug der Wehrmacht wurde das Dorf zerstört, einzig eine Brücke über den Juschanlee existiert noch.

Literatur

  • Rudy P. Friesen, Edith Elisabeth Friesen: Bauwerke der Vergangenheit: mennonitische Architektur, Landschaft und Siedlungen in Russland/Ukraine. Tweeback, Bonn 2016, S. 313–314.
Commons: Luhowe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Кабінет Міністрів України Розпорядження від 12 червня 2020 р. № 713-р "Про визначення адміністративних центрів та затвердження територій територіальних громад Запорізької області"