Luhe (Luhe-Wildenau)

Luhe
Koordinaten: 49° 35′ N, 12° 9′ O
Höhe: 389 m ü. NHN
Postleitzahl: 92706
Vorwahl: 09607
Blick auf Luhe (2023)

Luhe ist ein Gemeindeteil (Hauptort) und eine Gemarkung von Luhe-Wildenau, einem Markt im Oberpfälzer Landkreis Neustadt an der Waldnaab. Luhe wurde schon vor 1280 zum Markt erhoben.

Geographie

Luhe liegt an der Bundesautobahn 93. In die Naab mündet bei Luhe der gleichnamige Fluss Luhe. In Luhe liegt die Naabmühle als erste Mühle an der Naab. Dort wurde früher die Wasserkraft für eine Säge und eine Getreidemühle verwendet. Heute werden damit Stromgeneratoren betrieben.

Die Gemarkung Luhe (094397) umfasst 16,742 km² und 1423 Einwohner.[1]

Geschichte

Die Entstehung des Ortes Luhe dürfte auf den „Schnittpunkt dreier Altstraßen“ zurückgehen. Luhe wurde vor 1280 zum Markt erhoben, da es erstmals im Nachtrag über dieichsgüter Parkstein-Weiden-Floß zum Urbar des Vitztumamtes Straubing als Markt erwähnt wird. Der genaue Zeitpunkt der Markterhebung lässt sich aber nicht feststellen.[2]

Luhe wurde mit dem bayerischen Gemeindeedikt von 1818 eine eigenständige Gemeinde. 1928 fiel ein Großteil des Marktes Luhe einem Brand zum Opfer. Das Feuer brach durch einen Kabelbrand bei Drescharbeiten aus. Dabei wurde die komplette Bebauung des Marktplatzes sowie viele weitere Häuser zerstört (44 Anwesen waren betroffen), das Feuer machte erst kurz vor der Pfarrkirche halt.

Die heutige Gemeinde Luhe-Wildenau entstand am 1. Mai 1978 durch den Zusammenschluss des Marktes Luhe und der Gemeinden Neudorf bei Luhe und Oberwildenau (mit dem am 1. April 1928 eingemeindeten Unterwildenau)[3] bei gleichzeitiger Eingliederung von Teilen der aufgelösten Gemeinden Engleshof (Meisthof und Seibertshof), Glaubendorf (Glaubenwies) und Rothenstadt (Sperlhammer), zunächst unter dem Namen Luhe und ohne den Zusatz Markt. Am 1. Juni 1979 wurde die Gemeinde in Luhe-Wildenau umbenannt und am 1. August 1980 zum Markt erhoben.[4]

Baudenkmäler

In der Liste der Baudenkmäler in Luhe-Wildenau sind folgende Baudenkmäler gelistet:[5]

Einzelnachweise

  1. Luhe (Luhe-Wildenau) / Bayern. In: Geoindex.io. Abgerufen am 3. Oktober 2025.
  2. Wilhelm Volkert: Die älteren bayerischen Herzogsurbare (= Blätter für oberdeutsche Namenforschung, 7). 1966, S. 25 f.
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 538.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 653, 668 (668 Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
  5. Denkmalliste für Luhe-Wildenau (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege