Lugibach (Limmat)
| Lugibach | ||
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Bewaldeter Bachgraben (rechts) neben dem Sportzentrum Tägi in Wettingen | ||
| Daten | ||
| Gewässerkennzahl | CH: 2090 | |
| Lage | Schweiz | |
| Flusssystem | Rhein | |
| Abfluss über | Limmat → Aare → Rhein → Nordsee | |
| Quelle | zwischen dem Greppen und dem Aggebüel in Würenlos 47° 27′ 42″ N, 8° 22′ 4″ O | |
| Quellhöhe | 450 m ü. M. | |
| Mündung | bei Wettingen in die LimmatKoordinaten: 47° 27′ 17″ N, 8° 19′ 58″ O; CH1903: 667428 / 256364 47° 27′ 17″ N, 8° 19′ 58″ O | |
| Mündungshöhe | 380 m ü. M. | |
| Höhenunterschied | 70 m | |
| Sohlgefälle | 23 ‰ | |
| Länge | 3 km | |
| Gemeinden | Würenlos, Wettingen | |
Der Lugibach ist ein rechter Zufluss der Limmat im Schweizer Kanton Aargau.
Sein Oberlauf liegt im Naturraum «Lägerngebiet», einem Landschaftsschutzgebiet, das im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN) verzeichnet ist.[1]
Geographie
Verlauf
Der drei Kilometer lange Lugibach entspringt in einem kleinen Tal südlich der Lägern zwischen dem Berg Greppen und dem Hügel Aggebüel auf 450 m ü. M. im Gemeindegebiet von Würenlos. Die Talniederung zwischen den Sandsteinbergen war früher eine sumpfige Moorlandschaft, was sich auch im Flurnamen «Ried» äussert.[2]
Der Bach fliesst anfangs eingedolt in westlicher Richtung durch das Tal zwischen dem Waldgebiet Bollen und dem Hügel Pfaffenbüel und erreicht nach etwa 1,5 Kilometer das Gemeindegebiet von Wettingen. Auf dieser Strecke wird er von der Lugibachstrasse überquert und erhält er Zufluss von drei kleinen Nebenbächen aus den Waldgebieten Bollen und Brand. Im offenen, flachen Land östlich von Wettingen passiert er mit geringem Abstand die grossen Kiesgruben der Tägerhard Kies AG neben den zwei Hauptstrassen Furttalstrasse und Landstrasse. Letztere unterquert er in einem Durchlass. Im 20. Jahrhundert wurde auch im Flurgebiet auf der andern Seite des Baches Kies abgebaut.[3] Wegen der Erweiterung des Kiesabbaugebiets gegen Norden in das Lugibachtal wurde der Verlauf des Baches 2006 verschoben.[4][5]
Der Bach passiert die Anlagen des Kultur- und Sportzentrums Tägi Wettingen und tritt zwischen den grossen Bauwerken in den schmalen Einschnitt Geissgraben ein, den er in der Schotterebene von Wettingen geschaffen hat, weil er ursprünglich zum Fluss Limmat hinunter einen Höhenunterschied von 35 m überwinden musste. Das Gefälle im Tobel ist seit dem Bau des Kraftwerks Wettingen viel kleiner und beträgt nur noch rund 15 m, weil mit dem Bau der Staumauer die Limmat zum Wettinger Stausee aufgestaut wurde. Der untere Teil des Lugibachtobels ist durch den Aufstau zu einer Bucht am Seeufer geworden, so dass der Bachlauf, bis zum Seeufer gemessen, heute etwas kürzer ist als vor dem Bau des Kraftwerks.
Der Lugibach wird im Geissgraben seit 1877 von der Bahnlinie Winterthur–Wettingen (Schweizerische Nationalbahn) auf einem Damm überquert, durch welchen der Bach in einem Stollen fliesst. Vor der Mündung des Lugibachs, und zwar noch im Bereich des ursprünglichen Bachlaufs, steht die Autobahnbrücke Wettingen (A1, A3, Europastrasse 60) im Stausee.
Der Abschnitt des Lugibachs im Tägiquartier wurde 2025 renaturiert.[6]
Die Biozönose im Lugibach ist seit Jahren wegen der Einwanderung des Signalkrebses gestört.[7]
Einzugsgebiet
Das Einzugsgebiet des Lugibachs stösst
- im Norden an jenes des Gottesgrabens
- im Osten und Südosten an jenes des Furtbachs
- und im Süden direkt an die Limmat.
Siehe auch
- Liste der Nebenflüsse der Limmat
Weblinks
- Lugibach auf dem Geoportal des Kantons Aargau
Einzelnachweise
- ↑ Objektblatt Lägerngebiet im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung.
- ↑ Lugibach. In: Geologischer Atlas der Schweiz 1:25000. Abgerufen am 11. Januar 2026.
- ↑ Lugibach. In: Geologischer Atlas der Schweiz 1:25000. Abgerufen am 11. Januar 2026.
- ↑ Genehmigung Teilrevision «Nutzungsplanung Kulturland», Änderungen Lugibachtal. Gemeinde Wettingen, 19. Dezember 2002, abgerufen am 11. Januar 2026.
- ↑ Philipp Niedhart: Lugibach. Ein Bach mit Vorbildfunktion. In: Aargauer Zeitung. 15. Mai 2009, abgerufen am 11. Januar 2026.
- ↑ Renaturierung Lugibach: Rodungs- / Vorbereitungsarbeiten. Gemeinde Wettingen, 10. März 2025, abgerufen am 11. Januar 2026.
- ↑ Signalkrebs-Bekämpfung im Lugibach. In: Vogel- und Naturschutzverein Wettingen. Abgerufen am 11. Januar 2026.