Ludwig von Würtzburg

Ludwig Veit Freiherr von Würtzburg (* 24. September 1845 in Bad Mergentheim; † 10. Januar 1922 in Hohenaschau im Chiemgau) war ein deutscher Gutsbesitzer und Mitglied der Bayerischen Ständeversammlung.

Leben

Ludwig von Würtzburg wurde als Sohn des Barons Philipp Hartmann Veit von Würtzburg (1811–1897) und dessen englischer Gemahlin Annie Lyons (1815–1894) geboren. Er absolvierte ein Studium der Rechtswissenschaften, meldete sich im Deutsch-Französischen Krieg 1870/1871 als Freiwilliger und war am 23. Oktober 1870 in der Schlacht von Orléans Quartiermacher. Im November waren die Soldaten des Königlich Bayerischen Chevaulegers-Regiment „König“ bei La Ferté-Bernard in blutige Kämpfe verwickelt, wo Würtzburg besonders hervortat und mehrere Auszeichnungen während des Feldzuges erhielt.

Am 27. Januar 1888 wurde er als Nachfolger seines Onkels Karl von Würtzburg († 1887)[1] in den Reichsrat der Krone Bayerns eingeführt und blieb bis 1918 in diesem Amt. Im Mai 1892 empfing er auf Schloss Mitwitz den Prinzen Ludwig, der von 1913 bis 1918 als Ludwig III. und letzter bayerischer König regierte.[2] 1894 war Prinzregent Luitpold von Bayern zu Gast in Mitwitz.

Im Ersten Weltkrieg meldete er sich beim Generalkommando des I. Königlich Bayerischen Armee-Korps und war dort als Oberst eingesetzt.

Würtzburg war verheiratet mit der Griechin Regina Chariklia geborene Philon (1850–1919). Aus der Ehe sind die Kinder Edmund (* 1874, ⚔ 1915 in Frankreich) und Annie (1876–1952, ∞ November 1903 Theodor von Cramer-Klett (1874–1938)) hervorgegangen.[3]

Siehe auch

Ludwig von Würtzburg in der Parlamentsdatenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte in der Bavariathek

Einzelnachweise

  1. Verhandlungen der Kammer der Reichsräthe des Königreiches Bayern, Band 160. 1888 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. Neue Presse Coburg vom 4. Januar 2022: Der letzte Ritter von Mitwitz Digitalisat
  3. Gothaisches genealogisches Taschenbuch der freiherrlichen Häuser, zugleich Adelsmatrikel der im Ehrenschutzbunde des Deutschen Adels vereinigten Verbande · Band 62. 1912 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).