Ludwig Markus Mack
Ludwig Markus Mack, auch Ludwig Marcus Mack oder Ludvig Mack, (geboren am 23. September 1842 in Tromsø; gestorben am 28. März 1915 ebenda) war ein norwegischer Bäcker, Brauereibesitzer und Kommunalpolitiker. Er gründete die Brauerei Macks Ølbryggeri in Tromsø, die lange Zeit hindurch als nördlichste Brauerei der Welt galt.
Leben
Mack war ein Sohn des aus Braunschweig stammenden Bäckers Georg Andreas Ludwig Mack (1805–1878) und dessen erster Frau Maren Grønn (geborene Normann; 1816–1849). Sein Vater war um 1833 seinem Bruder Johann Mack nach Norwegen gefolgt und ließ sich in Tromsø als Bäcker nieder. Er übernahm 1834 die Geschäftsräume seines Bruders in der Storgata 93 und heiratete zwei Jahre später. Nach dem Tod seiner Mutter heiratete der Vater Christine (geborene Munch Holst; 1817–1906). Mack hatte 16 Geschwister, von denen einige als Kleinkinder starben, davon waren 8 Halbgeschwister aus der zweiten Ehe des Vaters. Seit Großvater Johan Friedrich Christian Mack (1768–1857) soll bereits Bier- und Essigbrauer am Steinweg (Ass-Nr. 1960) in Braunschweig gewesen sein.[1]
Mack beendete die Schule im Alter von 14 Jahren und begann eine Ausbildung im Bäckerhandwerk. Dafür reiste er unter anderem nach Bremen und später nach Braunschweig in die Heimatstadt des Vaters. Anschließend war er für einige Zeit als Konditor in Hamburg tätig. 1865 kehrte er nach Tromsø zurück und arbeitete in der elterlichen Bäckerei.
Nach seiner Vermählung im Jahr 1870 übernahm Mack das Handelsgeschäft seines Schwiegervaters Søren B. Normann, der eine Lizenz zum Ausschank und Verkauf von Spirituosen hatte. Im Jahr 1877 gründete er seine eigene Brauerei unter dem Namen „L. Macks Bryggeri“ und ab Mai 1878 wurde in Tromsø das erste Bier aus seiner Produktion ausgeschenkt. Die Brauerei entwickelte sich erfolgreich und sein Bier wurde im ganzen Land bekannt. 1895 ließ er das Angebot die Brauerei erweitern und bot auch Erfrischungsgetränke und Mineralwasser an. Um 1900 beschäftigte die „L. Macks Bryggeri og Mineralvandfabrik“ 25 Mitarbeiter. Nach Macks Tod wurde das Unternehmen durch seinen Schwiegersohn Lauritz Bredrup fortgeführt.
Mack galt als großzügiger Geschäftsmann, der sich für seine Mitarbeiter einsetzte und sich auch gesellschaftlich engagierte. 1877 wurde er Mitglied des Tromsø Samlag for Brændevinshandels und saß von 1884 bis 1908 für die Konservative Partei Høyre im Stadtrat. Von 1886 bis 1894 und nochmals von 1898 bis 1901 war er Vorsitzender des Rates. Mack wurde während seiner Amtszeiten in unterschiedliche städtische Ausschüsse gewählt.
Mack war zudem Mitglied des Vorstands der Tromsø Sparebank und 1899 Mitbegründer der Tromsø Privatbank und ab 1907 Vorstandsmitglied der Tromsøysund Meieri. Er betrieb auf seinem Bauernhofs Sandnes auf Tromsøya bis 1908 auch eine Milchwirtschaft.[2]
Familie
Seit 1870 war er mit Maren Christine Barbara (geborene Normann; 23. Dezember 1847 – 30. März 1940) verheiratet, einer Tochter des Kaufmanns Søren Buschmann Normann (* 1812) und dessen Frau Henriette Johanne (geborene Mejer; * 1821). Das Paar hatte vier Söhne und fünf Töchter:
- Georg Andreas Ludvig Mack (11. Juli 1870 – 26. Februar 1927)
- Harriet Mack (3. Dezember 1871 – 27. Januar 1966)
- Marcus Normann Mack (24. Mai 1874 – 26. August 1950)
- Agnes Normann Mack (27. März 1876 – 29. Januar 1965)
- Einar Normann Mack (14. Januar 1878 – 10. Februar 1955)
- Margot Normann Mack (10. April 1880 – 14. Mai 1976)
- Hedvig Elisa Mack (14. Januar 1882 – 26. November 1969)
- Fritz Christian Mack (28. Januar 1884 – 12. Mai 1900)
- Maria Augusta Normann Mack (28. Januar 1889 – 28. Januar 1976,)
Literatur
- Johs. Sanner: Mack’s bryggeri gjennom 75 år, 1877–1952. Tromsø 1953.
- Ludwig Mack. In: Store norske leksikon. (norwegisch, snl.no).
- Ivan Kristoffersen: Ludwig Mack. In: Norsk biografisk leksikon. Band 9. Aschehoug, 1940 (norwegisch, snl.no).
- Tim Hampson: Mack. In: Das Bierbuch: Über 1700 Biere aus aller Welt. Dorling Kindersley Verlag, München 2009, ISBN 978-3-8310-1320-3, S. 285 (Textarchiv – Internet Archive – Leseprobe).
Weblinks
- Dette er gründerne av Mack itromso.no (norwegisch)
- Mack-familien om tromsøfolk: – Et forsoffent pakk itromso.no (norwegisch)
- mack.no (Brauereiseite)
Einzelnachweise
- ↑ Braunschweigisches Adreßbuch für das Jahr 1833. 1833, S. 71, doi:10.24355/dbbs.084-201008021508-0 (leopard.tu-braunschweig.de [PDF]).
- ↑ Ivan Kristoffersen: Ludwig Mack. In: Norsk biografisk leksikon. 2025 (norwegisch, snl.no).