Ludwig Heinemann (Politiker)

Ludwig Heinemann (* 31. Juli 1832 in Krems an der Donau[2]; † 21. November 1900 ebenda[3]) war Advokat und Abgeordneter zum Österreichischen Abgeordnetenhaus.[4]

Leben

Ludwig Heinemann war Sohn des Kreishauptmanns Josef Heinemann († 1867). Er besuchte das Piaristengymnasium in Krems und studierte danach Rechtswissenschaft an den Universitäten Wien (1851–1854) und Graz. Im Jahr 1857 promovierte er zum Dr. iur. in Graz. Er wurde Advokaturskonzipient und war ab 1874 Advokat in Krems.

Er starb am 21. November 1900 im Alter von 68 Jahren laut Sterbebuch an „Fettherz, Wassersucht“.

Er war römisch-katholisch und blieb zeit seines Lebens ledig.

Ludwig Heinemann war von 1890 bis 1900 Mitglied im Niederösterreichischen Landtag (VI. und VII. Wahlperiode), zunächst bis Oktober 1896 als liberaler Abgeordneter der Städte (Krems), danach als fraktionsloser Abgeordneter der Städte (Krems, Mautern, Stein). Ab 1885 war er Gemeinderat und von 1889 bis zu seinem Tod im Jahr 1900 Bürgermeister von Krems.

Politische Funktionen

Ludwig Heinemann war vom 9. April 1891 bis zum 7. September 1900 Abgeordneter des Abgeordnetenhauses im Reichsrat (VIII. und IX. Legislaturperiode) und war dort für die Kurie Niederösterreich, Städte 11 (Krems, Stein, Mautern, Horn, Langenlois, Waidhofen an der Thaya, Groß-Siegharts, Litschau, Weitra, Zwettl) zuständig. Bei der Reichsratswahl 1891 konnte er den bisherigen Abgeordneten und Antisemiten Vergani besiegen.

Klubmitgliedschaften

Ludwig Heinemann war ab 1891 Mitglied bei den Vereinigten Deutschen Linken und ab 1897 im Verband der Deutschen Volkspartei.

Ehrung

In Krems an der Donau ist die Heinemannstraße () nach ihm benannt.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Der Bürgermeister von Krems Ludwig Heinemann †. In: Illustrirtes Wiener Extrablatt, 23. November 1900, S. 6 links mit Bild (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/iwe
  2. Matricula Online – Krems - St.Veit, Taufbuch, 1825–1833, Seite 250, 2. Zeile
  3. Matricula Online – Krems - St.Veit, Sterbebuch, 1896–1903, Seite 157, Eintrag Nr. 355, 1. Zeile
  4. Heinemann, Ludwig Dr. iur., Kurzbiographie auf den Webseiten des österreichischen Parlaments, abgerufen am 27. Dezember 2025.