Ludwig Constantin Sylvester von Creytz
Ludwig Constantin Sylvester von Creytz (* 1. Januar 1753 Gut Nassen (Ermland); † 29. März 1831) war ein preußischer Landrat.[1]
Herkunft
Ludwig Constantin Sylvester von Creytz war Angehöriger des preußischen Adelsgeschlechts Creytz. Er war der Sohn von Ludwig Heinrich Johannes von Creytz (1710–1755), preußischer Fähnrich und Leutnant in den Diensten Österreichs, sowie Erbherr auf Nassen. Seine Mutter war Victoria Constantia (1723–1803), geb. von Ossowski, ehemaliges Hoffräulein der Fürstin Jabłonowska.
Leben
Nach einem anfänglichen Privatunterricht befand er sich seit 1760 in Pension beim Propst von Bischofsburg. Von dort wechselte er 1763 auf das Gymnasium in Roessel. Im Anschluss ging er ab der Mitte des Jahres 1765 für dreieinhalb Jahre in das Kadettenhaus zu Warschau. 1769 trat er in die preußische Armee ein und wurde Freikorporal im Königsberger Infanterie-Regiment von Borck bzw. von Hausen. Nachdem er 1775 Fähnrich geworden war, nahm er 1778 am Bayerischen Erbfolgekrieg teil. 1780 stieg er zwar noch zum Sekondeleutant auf, da ihm sein Regiment aber keine weiteren Möglichkeiten zur Beförderung anbieten konnte, nahm er letztlich seinen Abschied.
1788 wurde er Landschaftsrat im Kreis Heilsberg. 1793 bat er den Königsberger Oberpräsidenten von Schrötter und 1794 Minister von Voß um ein Landratsamt in Südpreußen. Von Schrötter bewertete dessen Offerte zwar positiv und notierte ihn für ein südpreußisches Amt, ein Wechsel in die neue Provinz unterblieb aber einstweilen. Am 14. Oktober 1802 wurde er Kreisdeputierter und im Juni 1804 wurde er von Ständen zum neuen Landrat des Kreises heilsberg gewählt. Nachdem er im Mai 1805 das Große Examen bestanden hatte, wurde er im Juni des Jahres zum neuen Landrat des Kreises Heilsberg bestallt. Er trat dort die Nachfolge von Wilhelm Boguslaw von Gottberg an, der im Jahr zuvor verstorben war. Das Amt als Landrat übte er mindestens bis zum Jahr 1810 aus.
Persönliches
Von Creytz saß auf Galitten und war Erbherr auf Groß Peisten und Sillginnen. Er war in erster Ehe seit ca. 1770 mit Felicitas Constanz (1745–1808), geb. von Marquardt aus dem Hause Wölfen, verwitwete von Hatten, verheiratet. Die Kinder aus dieser Ehe waren Johann Michael (1782–1797) und Franz Heinrich Anton (1782–1872). In zweiter Ehe heiratete er Antoniette (1789–1876), geb. von Mocki aus dem Hause Parkitten. Ihr gemeinsamer Sohn war Gustav Luwdig Justus von Creytz (1812–1893).[1]
Weblinks
- Rolf Jehke: Landkreis Heilsberg. In: Territorial.de/Territoriale Veränderungen in Deutschland und deutsch verwalteten Gebieten 1874–1945. Stand Herdecke 29. September 2018. Abgerufen am 4. Januar 2026.
- Erbpächter und Bauern in Hoofe, Pr. Eylau, um 1828. In: Genealogie-Tagebuch.de. Abgerufen am 24. September 2025.
Literatur
- Rolf Straubel: Biographisches Handbuch der preußischen Verwaltungs- und Justizbeamten 1740–1806/15. In: Historische Kommission zu Berlin (Hrsg.): Einzelveröffentlichungen. Band 85; K. G. Saur Verlag, München 2009, ISBN 978-3-598-23229-9, S. 184–185. (GB-teil-Digitalisat)
- Irmgard Gegner-Sünkler: Impressionen aus dem Kreis Preußisch Eylau in Natangen Historisches Biographisches Photographisches Genealogisches. BoD, Norderstedt 2024, ISBN 978-3-7693-0690-3, S. 38. (GB-Teil-Digitalisat)
Einzelnachweise
- ↑ a b Leopold Freiherr von Ledebur: Adelslexicon der Preußischen Monarchie. Band 1, Verlag Ludwig Rauh, Berlin 1855, S. 113 ff.