Ludwig Christoph Althof

Ludwig Christoph Althof (* 10. August 1758[1] in Detmold; † 21. März 1832 in Dresden) war ein deutscher Mediziner.

Leben und Wirken

Nachdem er seinen Schulbesuch im Kloster Berge bei Magdeburg abgeschlossen hatte, studierte Althof ab 1778 Medizin an den Universitäten in Halle an der Saale und Göttingen. Nach seiner Promotion war er ab 1784 als Arzt und Privatdozent in Göttingen tätig. Von 1794 bis 1798 war er außerordentlicher Professor der Medizin an der Universität Göttingen. 1798 wurde er zum korrespondierenden Mitglied der Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen gewählt.[2]

In Göttingen behandelte er als Arzt längere Zeit Gottfried August Bürger. Nach dessen Tod im Jahr 1794 veröffentlichte er auf Drängen seiner Freunde und der von Bürger 1798 seine Erinnerungen an ihn. Im selben Jahr wechselte er nach Wetzlar, wo er bis 1801 als Arzt am Reichskammergericht tätig war. 1801 ging er nach Dresden. Dort wurde er kursächsischer Hofrat und Leibarzt. 1814 wurde er zum Regierungsmedizinalrat und 1824 zum Hof- und Medizinalrat der sächsischen Landesregierung ernannt. Zu seinen Patienten in Dresden gehörte Ludwig Tieck.

Althof veröffentlichte auch mehrere medizinische Schriften.

Schriften (Auswahl)

  • Ludwig Christoph Althof: Einige Nachrichten von den vornehmsten Lebensumständen Gottfried August Bürger’s, nebst einem Beitrage zur Charakteristik desselben. Johann Christian Dieterich, Göttingen 1798, S. 172 (digitale-sammlungen.de).

Literatur

  • E. Ebstein: Ludwig Christoph Althof (1758–1832). In: E. Ebstein (Hrsg.): Ärzte-Memoiren aus vier Jahrhunderten. Springer, Berlin, Heidelberg 1923, ISBN 978-3-642-48523-7, S. 108–111, doi:10.1007/978-3-642-48590-9_15.

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. In einigen Quellen wird als Geburtsdatum der 20. August 1758 genannt.
  2. Mitglieder: Ludwig Christoph Althof. Niedersächsische Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, abgerufen am 4. November 2025.