Ludwig Bräuler

Ludwig Bräuler (* 8. Mai 1845 in Darmstadt; † 20. Mai 1928 in Aachen) war ein deutscher Eisenbahn-Bauingenieur und Hochschullehrer sowie Rektor an der Technischen Hochschule Aachen.

Leben und Wirken

Nach seinem Studium arbeitete Ludwig Bräuler ab 1870 zunächst als wissenschaftlicher Assistent an der neu gegründeten Technischen Hochschule Aachen, wo er zwei Jahre später nach seiner Promotion zum Dr. phil. und seiner Habilitation als Privatdozent für Eisenbahn-Hochbau lehrte. Am 1. Oktober 1892 übertrug die Hochschule dem mittlerweile mit dem Charakter eines (königlich preußischen) Geheimen Regierungsrats ausgezeichneten Bräuler das Ordinariat für Wege- und Eisenbahnbau an der Fakultät für Bauingenieurwesen mit dem Hauptarbeits- und Lehrgebiet über bewegliche Brücken und Tunnelbau. Darüber hinaus leitete er von 1901 bis 1904 in der Nachfolge von Hans von Mangoldt die Hochschule als deren Rektor. Schließlich wurde Bräuler im Jahr 1911 emeritiert. Anschließend übernahm Bräuler noch verschiedene praktische Ingenieur-Tätigkeiten im Eisenbahnbau. „In Würdigung seiner großen Verdienste um die wissenschaftliche Belebung des Eisenbahnwesens und seiner Teilgebiete an der Technischen Hochschule Aachen“ wurde er am 19. Juni 1921, anlässlich des 50. Jahrestags seiner Promotion, mit der Ehrendoktorwürde der Technischen Hochschule Aachen ausgezeichnet.

Bräuler wurde im Jahr 1894 Mitglied des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) und des Aachener Bezirksvereins des VDI.[1]

Schriften (Auswahl)

  • (als Bearbeiter): Handbuch der Ingenieurwissenschaften. Band 4: Die Baumaschinen. Wilhelm Engelmann, Leipzig 1903.

Einzelnachweise

  1. Angelegenheiten des Vereines. In: Zeitschrift des Vereines deutscher Ingenieure. Band 38, Nr. 14, 7. April 1894, S. 436.