Ludwig-Volk-Steg
| Ludwig-Volk-Steg | ||
|---|---|---|
| Nutzung | Fußgängerbrücke | |
| Unterführt | Main, km 243,79 | |
| Ort | Margetshöchheim, Veitshöchheim | |
| Konstruktion | Stahlbrücke | |
| Gesamtlänge | 248 m | |
| Breite | 2,5 m | |
| Längste Stützweite | 62,5 m | |
| Fertigstellung | 1967 | |
| Schließung | 2025 | |
| Lage | ||
| Koordinaten | 49° 50′ 11″ N, 9° 52′ 5″ O | |
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Der Ludwig-Volk-Steg war eine rund 248 Meter lange Fußgängerbrücke, die den Main bei Kilometer 243,79 überspannte und die beiden unterfränkischen Gemeinden Margetshöchheim und Veitshöchheim miteinander verbunden hat. Nach der Fertigstellung des Höchheimer Mainstegs 2024 wurde der Ludwig-Volk-Steg 2025 abgebrochen.
Baugeschichte
Bereits Mitte des 20. Jahrhunderts bestand eine Fährverbindung über den Main zwischen Veitshöchheim und Margetshöchheim auf Höhe des Veitshöchheimer Ortszentrums. Aufgrund eines zeitweisen Ausfalls des Fährbetriebs veranlasste der Margetshöchheimer Bürgermeister Ludwig Volk Mitte der 1960er Jahre den ersatzweise Bau eines Fußgängerstegs als Verbindung nach Veitshöchheim. Die Finanzierung erfolgte vor allem mit Spendengeldern. Am 24. Juli 1967 wurde die Fußgängerbrücke, auf Höhe des Margetshöchheimer Ortskerns gelegen, eröffnet.[1]
Die beiden Flusspfeiler und der Überbau in den Seitenfeldern befanden sich im Gefährdungsraum der Schifffahrt. Bei einem Schiffsanprall war ein Bauteilversagen möglich. Dies führte in den 2000er Jahren zur Planung eines Ersatzbauwerks. Der Neubau ist insgesamt 311 m lang und steht inzwischen bei Main-Kilometer 244,387, nahe der alten Fährstelle. Am 5. November 2024 folgte die Eröffnung des Neubaus. Am 20. Januar 2025 wurde der Ludwig-Volk-Steg für den Rückbau gesperrt.
Konstruktion
Das insgesamt rund 248 m lange Bauwerk aus dem Jahr 1967 bestand beidseitig im Vorland aus etwa je 50 m langen, im Grundriss gekrümmten Stahlbetonrampen und über dem Main aus einem 147,5 m langen, im Grundriss geraden Stahlkastenträger. Die Strombrücke hatte als Bauwerkssystem in Längsrichtung einen dreifeldrigen Durchlaufträger mit Stützweiten von 42,5 m in den beiden Randfeldern und 62,5 m im mittleren Feld. Sie wurde von zwei im Main stehenden Stahlbetonpfeilern getragen, die mit ausbetonierten Spundwandkästen flach gegründet waren. Die Vorlandbrücken waren jeweils auf zwei runden Stahlbetonstützen gelagert. Am Übergang zur Hauptbrücke befanden sich rechteckige Trennpfeiler aus Stahlbeton. Der 1,5 m hohe Kastenträger hatte eine 2,5 m breite Fahrbahnplatte und eine 0,8 m breite Bodenplatte.[2]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Dieter Gürz: Vom Mainsteg bleibt nach Abriss nichts zurück, in mainpost.de, 1. September 2019
- ↑ Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes, Wasserstraßen-Neubauamt Aschaffenburg: Planfeststellungsunterlagen Ersatzneubau Ludwig-Volk-Steg (Main-km 244,4) Beilage 1 – Erläuterungsbericht, September 2016, 5.3.1 Bestandskonstruktion