Ludvig Fjällström

Ludvig Fjällström
Voller Name Nils Ludvig Fjällström
Nation Schweden Schweden
Geburtstag 15. April 1993 (32 Jahre)
Geburtsort Åre, Schweden
Größe 180[1] cm
Gewicht 70 kg
Beruf Filmemacher, Skitrainer
Karriere
Disziplin Moguls, Dual Moguls
Verein Åre SLK
Status zurückgetreten
Karriereende April 2023
Medaillenspiegel
Junioren-WM 1 × 2 × 0 ×
 Freestyle-Skiing-Juniorenweltmeisterschaften
Silber Chiesa in Valmalenco 2012 Moguls
Gold Chiesa in Valmalenco 2013 Moguls
Silber Chiesa in Valmalenco 2013 Dual Moguls
Platzierungen im Freestyle-Skiing-Weltcup
 Debüt im Weltcup 12. März 2010
 Weltcupsiege 1
 Gesamtweltcup 53. (2015/16)
 Moguls-Weltcup 3. (2020/21)
 Dual-Moguls-Weltcup 4. (2021/22)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Moguls 0 0 2
 Dual Moguls 1 0 2
 

Nils Ludvig „Ludde“ Fjällström (* 15. April 1993 in Åre, Jämtlands län) ist ein ehemaliger schwedischer Freestyle-Skier. Er war auf die Buckelpisten-Disziplinen Moguls und Dual Moguls spezialisiert. Der elffache schwedische Meister nahm dreimal an Olympischen Spielen teil und gewann ein Rennen im Weltcup.

Biografie

Jugend und Europacup

Der für den Åre SLK startende Ludvig Fjällström gab Anfang Dezember 2009 im finnischen Suomu sein Debüt im Europacup. Nach guten Resultaten bei FIS-Rennen und ersten Erfahrungen im Weltcup nahm er im März 2011 an den Juniorenweltmeisterschaften in Jyväskylä teil und belegte die Ränge zehn und 12 auf den Moguls und Dual Moguls (Parallelbuckelpiste). Ein Jahr später holte er bei den Juniorenweltmeisterschaften in Chiesa in Valmalenco hinter Bradley Wilson die Silbermedaille in der Einzeldisziplin. Im Rahmen seiner dritten JWM-Teilnahme 2013 im Valmalenco gewann er Gold im Einzel und Silber auf der Parallelbuckelpiste.

Im Europacup startete Fjällström nur vereinzelt. Sein erster Podestplatz gelang ihm im März 2015 mit Rang drei in Jyväskylä. Im Jahr darauf feierte bei seinen Heimrennen in Duved einen Doppelsieg und gewann in beiden Disziplinen. Nach sechsjähriger Europacup-Pause schaffte er Ende Februar 2022 in Krispl einen dritten und letzten Sieg auf diesem Level.

Weltcup und Großereignisse

Am 12. März 2010 gab Ludvig Fjällström in seiner Heimat Åre sein Debüt im Freestyle-Skiing-Weltcup. Während Spitzenresultate im Welt- und Europacup zunächst ausblieben, kürte er sich 2012 erstmals zum schwedischen Meister auf der Parallelbuckelpiste und gewann damit den ersten von insgesamt elf Titeln seiner Karriere. Mit zwei zehnten Plätzen qualifizierte er sich im folgenden Weltcup-Winter für die Weltmeisterschaften in Voss, wo er die Ränge 12 (Dual Moguls) und 16 (Moguls) belegte. Im Februar 2014 nahm er an den Olympischen Spielen von Sotschi teil und belegte Rang 19. Während seine Weltcup-Ergebnisse weiter stagnierten, kam er auch bei seinen zweiten Weltmeisterschaften am Kreischberg nicht über die Ränge 20 und 21 hinaus. Bei den Staatsmeisterschaften 2015 am Kungsberget gewann er dafür erstmals beide Titel. In der folgenden Saison gelang ihm eine deutliche Leistungssteigerung und er erreichte als Dritter im Deer Valley seinen ersten Weltcup-Podestplatz. In der Disziplinenwertung verbesserte er sich auf Platz elf. Nach durchwachsener erster Saisonhälfte erlitt er in Calgary[2] einen Kreuzbandriss und musste die Saison vorzeitig beenden.[3]

Nach dem Comeback nahm Fjällström im Februar 2018 an den Olympischen Spielen in Pyeongchang teil und belegte Rang 26. Danach konnte er seine Weltcup-Resultate stabilisieren und klassierte sich fortan regelmäßig unter den besten zehn. Bei den Weltmeisterschaften im Deer Valley musste er sich mit den Rängen 18 (Moguls) und 25 (Dual Moguls) begnügen. Seine erfolgreichste internationale Saison hatte er 2020/21. Nach Platz drei beim Auftakt in Ruka feierte er am Idre Fjäll auf der Parallelbuckelpiste ex aequo mit Matt Graham seinen ersten und einzigen Weltcupsieg. Im Rahmen seiner vierten Weltmeisterschaften in Almaty schaffte er als Siebenter im Einzel sein bestes Resultat bei einem Großereignis. Auch in der Disziplinenwertung erreichte er als Dritter ein Karrierehoch, außerdem holte er zum zweiten Mal beide schwedische Meistertitel. Im folgenden Winter konnte er das Niveau größtenteils halten, kam bei den Olympischen Spielen von Peking jedoch nicht über Rang 15 hinaus. Im Weltcup klassierte er sich in beiden erstmals separat geführten Wertungen unter den besten fünf. Daneben wurde er erneut Doppelstaatsmeister. Im April 2023 erklärte er seinen Rücktritt vom Leistungssport.[4]

Fjällström lebt in London und ist als Moguls-Trainer sowie als Filmemacher aktiv. Einer seiner ersten Kurzfilme porträtiert seinen langjährigen Trainer Lasse Fahlén.[5]

Erfolge

Olympische Spiele

Weltmeisterschaften

Weltcupwertungen

Saison Gesamt Moguls Dual Moguls Moguls Gesamt
Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte
2009/10 144. 2 52. 16
2010/11 152. 2 42. 23
2011/12 167. 3 39. 41
2012/13 106. 10 20. 122
2013/14 166. 5 31. 59
2014/15 142. 4 31. 40
2015/16 53. 22,75 11. 182
2016/17 150. 7 28. 77
2017/18 70. 19,5 11. 195
2018/19 67. 20,11 12. 181
2019/20 81. 15,3 16. 153
2020/21 3. 258
2021/22 5. 259 4. 202 4. 461
2022/23 18. 80 40. 15 24. 95

Weltcupsiege

Fjällström errang im Weltcup 5 Podestplätze, davon 1 Sieg:

Datum Ort Land Disziplin
13. Dezember 2020 * Idre Fjäll Schweden Dual Moguls

* punktegleich mit Matt Graham

Europacup

  • 6 Podestplätze, davon 3 Siege:
Datum Ort Land Disziplin
12. März 2016 Duved Schweden Moguls
13. März 2016 Duved Schweden Dual Moguls
26. Februar 2022 Krispl Österreich Moguls

Juniorenweltmeisterschaften

Weitere Erfolge

  • 11 schwedische Meisertitel (Moguls 2015, 2016, 2021 und 2022, Dual Moguls 2012–2015, 2019, 2021 und 2022)
  • 7 Siege in FIS-Rennen
  • 4 Siege bei Freestyle Open

Einzelnachweise

  1. Ludvig Fjällström. Olympedia, abgerufen am 17. September 2025 (englisch).
  2. Fjällström landade olyckligt. Svenska Skidförbundet, 29. Januar 2017, abgerufen am 17. September 2025 (schwedisch).
  3. Plågad Fjällström siktar på superfinal. Svenska Dagbladet, 8. Februar 2018, abgerufen am 17. September 2025 (schwedisch).
  4. Elin Turpeinen: Veteranen avslutar karriären – nu flyttar han utomlands. Östersunds-Posten, 12. April 2023, abgerufen am 17. September 2025 (schwedisch).
  5. The Man Behind the Medal. FIS, 7. Juli 2025, abgerufen am 17. September 2025 (englisch).