Lucius Iulius Apronius Maenius Pius Salamallianus

Lucius Iulius Apronius Maenius Pius Salamallianus war ein römischer Senator und Militärführer des frühen 3. Jahrhunderts n. Chr.

Sein Name deutet auf eine orientalische, vermutlich arabische Herkunft hin, wobei der Bestandteil „Salamallianus“ als Ableitung des arabischen „Salâm-Allâh“ interpretiert werden könnte. Dies legt nahe, dass er aus der Provinz Arabia stammte, möglicherweise aus der Region um Bosra. Als Angehöriger einer romanisierten Fürstenfamilie senatorischen Ranges profitierte er von engen Verbindungen zum Kaiserhaus, insbesondere unter Caracalla und Severus Alexander.

Salamallianus war mit der Tochter des Lucius Alfenus Avitianus, der als Legionslegat in Vindobona (Wien) und später als Statthalter in den Provinzen Arabia und Pannonia Inferior diente, verheiratet. Das Paar hatte vier Kinder: Iulia Apronia Maenia Salamallias, Lucius Iulius Apronius Maenius Avitianus, Lucius Iulius Apronius Maenius Pius und Iulia Apronia Alfena Agrippina. Diese Namen sind durch eine Inschrift auf einer Statuenbasis aus Lambaesis überliefert.[1] und belegen die Integration der Familie in die senatorische Elite.

Er begann seine Karriere als tribunus laticlavius der Legio X Gemina in Vindobona. Später wurde er durch Caracalla direkt unter die ehemaligen Quästoren aufgenommen (adlectus inter quaestorios), eine besondere Ehre, die ihm den Quästor-Posten ersparte. Weitere Stationen umfassten die Rolle als praepositus actis senatus (verantwortlich für die Protokollierung der Senatsitzungen), kurulischer Ädil und Prätor in Rom. Als legatus Augusti vice quinque fascium provinciae Belgicae (außergewöhnlichr Legat mit den fünf Fasces) diente er um 217 in der Provinz Gallia Belgica, möglicherweise als Vertreter eines Prätorianerpräfekten, gefolgt von der Leitung der Legio I Adiutrix in Brigetio. Unter Severus Alexander war er Statthalter der Provinz Galatia und von 224 bis 226 Legat der Legio III Augusta Severiana sowie Statthalter der Provinz Numidia, wo er von Marcus Aurelius Crescens, einem primus pilus, als praesidi rarissimo („hervorragender Befehlshaber“) geehrt wurde.[2] Eine Inschrift aus Aïn Charchar in Numidia bezeichnet ihn als consul designatus und dokumentiert, dass er ein Gelübde (votum) erfüllte, indem er den Bau eines Aquädukts vollendete.[3]

Eine fragmentierte Inschrift aus Ouled Rechache in Numidia behandelt Beschwerden über unrechtmäßige Abgaben und Erpressungen durch Soldaten und Beamte. Der Text äußert den Schmerz des Salamallianus über diese Missstände, droht mit Strafen für die Schuldigen und kündigt an, dass ein Reskript an die Provinzbewohner gesendet werde, um die Maßnahmen bekannt zu machen. Ziel war es, solche unrechtmäßigen Praktiken zu unterbinden und die Provinzverwaltung zu reformieren.[4]

Literatur

Einzelnachweise

  1. CIL 8, 18271.
  2. AE 1917/18, 51.
  3. AE 1973, 646.
  4. CIL 8, 17639.