Luciano Zerbini
Luciano Zerbini (* 16. Februar 1960 in Lazise) ist ein ehemaliger italienischer Leichtathlet, der im Diskuswurf und im Kugelstoßen erfolgreich war. Bei den Mittelmeerspielen gewann er zweimal Gold und einmal Silber.
Sportliche Karriere
Der 1,94 Meter große Luciano Zerbini startete für Fiamme Orod in Padua, der Sportabteilung der Polizia di Stato. Er war 1989, 1992 und 1993 italienischer Meister mit dem Diskus, mit der Kugel siegte er 1993.[1] Seine persönliche Bestweite von 20,54 Meter mit der Kugel stieß er am 23. Juli 1992 in Parma. Mit dem Diskus gelangen ihm am 2. August 1993 in Bologna 64,26 Meter.[2]
Zerbini erreichte bei den Junioreneuropameisterschaften 1979 in Bydgoszcz den neunten Platz im Kugelstoßen.[3] Fünf Jahre später trat er bei den Olympischen Spileen 1984 in Los Angeles im Diskuswurf an und belegte den siebten Platz mit 63,50 Meter. Er war damit bester Italiener, nachdem Marco Martini im Finale keinen gültigen Versuch in die Wertung gebracht hatte.[4]
Erst bei den Europameisterschaften 1990 in Split war Zerbini wieder bei einer großen internationalen Meisterschaft dabei. Mit 59,94 Meter schied er als 14. der Qualifikation im Diskuswurf aus.[5] Im Juli 1991 bei den Mittelmeerspielen in Athen gewann Zerbini Silber im Kugelstoßen, als er mit 19,25 Meter 13 Zentimeter hinter seinem Landsmann Alessandro Andrei lag. Im Diskuswurf siegte er mit 60,10 Meter und 26 Zentimetern Vorsprung vor Marco Martini.[6] Anderthalb Monate später bei den Weltmeisterschaften in Tokio trat er nur im Diskuswurf an. Mit 58,34 Meter erzielte er die 26. Weite in der Qualifikation.[7]
Anfang 1992 erkämpfte Zerbini bei den Halleneuropameisterschaften in Genua mit 19,68 Meter den vierten Platz im Kugelstoßen.[8] Bei den Olympischen Spielen in Barcelona erreichte Zerbini mit 20,25 Meter als Drittbester der Qualifikation das Finale im Kugelstoßen. Mit 19,88 Meter schied er nach den ersten drei Versuchen als Neunter aus.[9] Im Diskuswurf gelang ihm in der Qualifikation kein gültiger Versuch.[10] Im März 1993 bei den Hallenweltmeisterschaften in Toronto belegte Zerbini mit 19,68 Meter den sechsten Platz.[11] Im Juni 1993 bei den Mittelmeerspielen in Narbonne siegte Zerbini im Diskuswurf mit 60,90 und mehr als drei Metern Vorsprung.[12] Im August 1993 wurde Zerbini des Dopings überführt.[13] Nach vier Jahren Sperre kehrte er zurück und gewann noch einige Medaillen bei italienischen Meisterschaften, bei internationalen Meisterschaften war er nicht mehr am Start.
Weblinks
- Luciano Zerbini in der Datenbank von Olympedia.org (englisch)
- Luciano Zerbini in der Datenbank von World Athletics (englisch)
Fußnoten
- ↑ Italienische Meister bei gbrathletics
- ↑ World Athletics, Reiter Personal Bests
- ↑ Kugelstoßen 1979 bei worldathletics.org
- ↑ Diskuswurf 1984 in der Datenbank von Olympedia.org (englisch), abgerufen am 1. Januar 2026.
- ↑ Diskuswurf 1990 bei Todor Krastevs Seite todor66.com
- ↑ Mittelmeerspiele 1991 bei cijm.org.gr (Seite 4 der PDF-Datei)
- ↑ Diskuswurf 1991 bei Todor Krastevs Seite todor66.com
- ↑ Kugelstoßen HEM 1992 bei worldathletics.org
- ↑ Kugelstoßen OS 1992 in der Datenbank von Olympedia.org (englisch), abgerufen am 1. Januar 2026.
- ↑ Diskuswurf OS 1992 in der Datenbank von Olympedia.org (englisch), abgerufen am 1. Januar 2026.
- ↑ Kugelstoßen 1993 bei worldathletics.org
- ↑ Mittelmeerspiele 1993 bei cijm.org.gr (Seite 4 der PDF-Datei)
- ↑ Zerbini doping, caccia al mandante Artikel vom 13. August 1993 im Archiv des Corriere della Sera