Lubogoszcz (Berg)

Lubogoszcz
Blick auf den Lubogoszcz von Südwesten
Höhe 968 m n.p.m.
Lage Woiwodschaft Kleinpolen, Polen
Gebirge Inselbeskiden (Beskid Wyspowy), Beskiden, Karpaten
Schartenhöhe 423 m
Koordinaten 49° 42′ 45″ N, 20° 5′ 56″ O
Der Lubogoszcz von Südosten (im Vordergrund das Dorf Wilczyce)
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Der Lubogoszcz ist ein 968 m hoher Berg in den Inselbeskiden in der Woiwodschaft Kleinpolen in Polen. Der Berg liegt nördlich der Kleinstadt Mszana Dolna im Powiat Limanowski.

Zugang

Auf den Lubogoszcz führen drei markierte Wege, darunter der Fernwanderweg Mały Szlak Beskidzki (rote Markierung), ein Weg von Mszana Dolna (grüne Markierung) und ein Weg von Kasinka Mała (schwarze Markierung).

Topografie

Der hat einen langen Bergrücken in etwa ost-westlicher Ausdehnung mit 3 Gipfeln: im Westen Zapadliska 804 m, etwa mittig Lubogoszcz-West 953 m und Lubogoszcz 968 m im Osten.[1]

Der Name Zapadliska (polnisch für Erdsenkung, Rutschung) ist volkstümlichen Ursprungs und hängt höchstwahrscheinlich mit der Schutthalde an der westlichen Flanke zusammen.

Auf der Nordflanke gibt es zwei weitere kleine Erhebungen Goron 588 m und Gródek 533 m.[1]

Der Gipfel besteht aus Karpatenflysch. Die Westflanke des Berges ist nach der letzten Eiszeit in einem Bergsturz abgerutscht und bildete eine inhomogene Schutthalde mit hoher biologischer Diversität.[2]

Auf 570 m befindet sich ein Teich, der im Sommer zeitweise austrocknet. An seinem Rand befindet sich ein naturnahes Schwimmbecken, welches heute als Feuerlöschteich dient.

Tourismus

1924 wurde am Westhang, im Weiler Kopieniec, auf einer Höhe von ca. 580 m, die KSOS-Erholungsbasis „Lubogoszcz“ errichtet. Die Basis ist Teil des Krakauer Schulsport Zentrums (KSOS) und bietet heute ganzjährig 90 Übernachtungsplätze in 3 Blockhäusern, sowie im Sommer zusätzlich rund 150 Betten in 19 Holzhütten, von denen 3 Hütten Teil der Jugendherberge sind.[3]

Flora

Ab der Höhe 500–550 m ist der Lubogoszcz vollständig bewaldet. Vorherrschend ist Fichten-Buchen-Mischwald, in höheren Lagen auch Tannen. Auf dem Berg nahe des Gipfels gibt es ein etwa 17 ha großes Natura 2000 Schutzgebiet. Das Gebiet zeichnet sich durch steile Hänge aus, die von Schluchten durchzogen sind. Bestanden mit dem seltenen sog. Phyllitido-Aceretum Komplex, von dem es in Polen nur etwa 100 ha gibt. Dieser Berghangwald mit mehreren Arten ist ein typischer Komplex der sich auf stark skelettartigen Böden der Karpaten entwickelt. Der staatliche Wald wird vom Forstamt in Limanowa verwaltet, über Privatwälder am Lubogoszcz wird Aufsicht geführt. Das Forstamt hat einen 2 km langen Waldlehrpfad eingerichtet, der Nähe der Erholungsbasis beginnt und 10 Stationen umfasst.[4]

Am Berg gibt es auch eine Population von etwa 500 Hirschzungenfarnen. Einer von 2 Standorten in den gesamten Inselbeskiden. Die Art ist in Polen seit 1957 streng geschützt und steht wie in Deutschland auf der Roten Liste.[5]

Hydrologie

Es gibt zahlreiche Quellen, die Trinkwasserqualität haben. Nicht alle Bäche am Lubogoszcz sind benannt. An der Nordflanke entspringen u. a. die Bäche Lipeniow, Kucow, Bolsegow, Ciezow, die in die Kasinianka münden, die wiederum in die Raba abfließt. Im Osten entspringt der Bach Ciemny, im Süden die Bäche Mrozka und Szklanowka und im Westen der Bach Potok Morysow, die alle in die Mszanka müden, welche ebenfalls in die Raba abfließt und schließlich in die Weichsel.[1]

Commons: Lubogoszcz (Beskid Wyspowy) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. a b c geoportal.gov.pl. Abgerufen am 20. November 2025.
  2. CBDG GeoLOG. Abgerufen am 20. November 2025.
  3. KSOS Baza Szkoleniowo-Wypoczynkowa Lubogoszcz – Zlokalizowana jest w Beskidzie Wyspowym na zboczu góry Lubogoszcz. Usytuowana w atrakcyjnym otoczeniu leśnym, klimacie korzystnym dla zdrowia i hartowania organizmu, zbliżonym do mikroklimatu rabczańskiego, przyjaznego szczególnie dzieciom. 5. September 2025, abgerufen am 20. November 2025 (polnisch).
  4. Nadleśnictwo Limanowa - Lasy Państwowe. Abgerufen am 20. November 2025.
  5. Rozporządzenie Ministra Leśnictwa i Przemysłu Drzewnego z dnia 28 lutego 1957 r. w sprawie wprowadzenia gatunkowej ochrony roślin. Abgerufen am 20. November 2025.