Lousame

Gemeinde Lousame
Wappen Karte von Spanien
Basisdaten
Land: Spanien Spanien
Autonome Gemeinschaft: Galicien Galicien
Provinz: A Coruña
Comarca: Noia
Gerichtsbezirk: Noia
Koordinaten: 42° 47′ N, 8° 52′ W
Höhe: 39 msnm[1]
Fläche: 93,65 km²[2]
Einwohner: 3.056 (Stand: 2025)[3]
Bevölkerungsdichte: 33 Einw./km²
Postleitzahl(en): 15214
Gemeindenummer (INE): 15042 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Nächster Flughafen: Flughafen Santiago de Compostela 49 km
Verwaltung
Bürgermeisterin: Teresa Villaverde Pais (PP)
Adresse der Gemeindeverwaltung: Praza Teodomiro Hidalgo - 15214 Portobravo (Lousame)
Website: Lousame
Gemeindegliederung
Lage des Ortes
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Lousame ist eine spanische Gemeinde in der Autonomen Gemeinschaft Galicien. Lousame ist auch eine Stadt und eine Parroquia sowie der Verwaltungssitz der gleichnamigen Gemeinde. Die 3.056 Einwohner (Stand: 2025), leben auf einer Fläche von 93,65 km², 109 km von der Provinzhauptstadt A Coruña entfernt.

Bevölkerungsentwicklung der Gemeinde

Quelle: INE-Archiv – grafische Aufarbeitung für Wikipedia

Gemeindegliederung

Die Gemeinde Lousame ist in sieben Parroquias gegliedert:

Parroquias Patrozinium Einwohner[4]
2024
Fläche[5]
km²
Dichte
Einw./km²
Höhe[6]
msnm
Ortskennzahl
Camboño San Xoán 184 8,38 22 283 15042010000
Fruíme San Martiño 329 15,61 21 207 15042020000
Lesende San Martiño 254 8,17 31 170 15042030000
Lousame San Xoán 1.006 19,94 50 187 15042040000
Tállara San Pedro 865 13,68 63 62 15042050000
Toxos Outos San Xusto 164 11,86 14 265 15042060000
Vilacova Santa Eulalia 343 16,21 21 192 15042070000

Wirtschaft

Beschäftigungszahlen der Gemeinde Lousame in den Wirtschaftszweigen
Stand: Februar 2025
Sektor Beschäftigte Anteil in Prozent
Ackerbau, Viehzucht und Fischerei 0098 008,86
Industrie 0228 020,61
Bauwirtschaft 0141 012,75
Dienstleistungsbetriebe 0639 057,78
Total 1.106 100,00
* Daten aus dem Statistischen Amt für Wirtschaftliche Entwicklung in Galicien, IGE

Geschichte

Petroglyphenfunde belegen eine Besiedelung der Region bereits in prähistorischer Zeit. Aus der Castrokultur wurden sieben Forts nachgewiesen, die heute im Wappen der Gemeinde stilisiert sind. Dolmen und Hügelgräber belegen eine anhaltende Besiedelung.[7] Das Kloster San Xusto wurde am 1. November 1129 als Einsiedelei gegründet, von der noch heute Reste neben der Pfarrkirche „Igrexa de San Xusto“ zu erkennen sind. Dieses Kloster war Teil des umfangreichen mittelalterlichen Netzwerkes religiöser Institutionen in Galicien, die Einfluss auf Landwirtschaft, Bildung und Verwaltung hatten. Im 12. Jahrhundert wurde hier das berühmte Manuskript Tombo de Toxos Outos geschrieben.

Die Entwicklung Lousames wurde später stark durch den Bergbau geprägt, besonders durch die Förderung von Wolfram im 19. und 20. Jahrhundert. Die lokale Bevölkerung widersetzte sich dabei zeitweise aus Umwelt- und Wasserrechtsgründen gegen den Bergbau.[8] Nach Rückgang des Bergbaus verlagerte sich die Wirtschaft wieder in Richtung Agrarwirtschaft und lokale Dienstleistungen.[7] Aktuelle Initiativen zur Wiederbelebung des ländlichen Gemeindelebens beziehen sich auch auf die Bewahrung ökologischer und kultureller Traditionen.[9]

Sehenswürdigkeiten

Commons: Lousame – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Gesamtzahl der Dateien Geografische Nomenklatur der Gemeinden und Bevölkerungseinheiten: 1 Datei:MUNICIIOS.csv Spalte:ALTITUD
  2. Gesamtzahl der Dateien Geografische Nomenklatur der Gemeinden und Bevölkerungseinheiten: 1 Datei:MUNICIIOS.csv Spalte:SUPERFICIE
  3. Instituto Nacional de Estadística Municipal Register of Spain
  4. Gesamtzahl der Dateien Geografische Nomenklatur der Gemeinden und Bevölkerungseinheiten: 1 Datei:ENTIDADES.csv Spalte:POBLACION
  5. JOSM – Java-OpenStreetMap-Editor
  6. Gesamtzahl der Dateien Geografische Nomenklatur der Gemeinden und Bevölkerungseinheiten: 1 Datei:ENTIDADES.csv Spalte:ALTITUD
  7. a b Richard Grove, Joám Evans Pim, Miguel Serrano, Diego Cidrás, Heather Viles, Patricia Sanmartín: Pastoral Stone Enclosures as Biological Cultural Heritage: Galician and Cornish Examples of Community Conservation. In: Land. Band 9, Nr. 1, 2. Januar 2020, ISSN 2073-445X, S. 9, doi:10.3390/land9010009.
  8. Joám Evans Pim: “Galiza is (not) a mine”: rural responses to pro-extractivist policies. In: Araucaria. Nr. 48, 2021, S. 440–466, doi:10.12795/araucaria.2021.i48.20 (us.es [PDF; abgerufen am 22. Oktober 2025]).
  9. Froxán Common Woodlands. In: Rewilding Europe. 3. November 2017, abgerufen am 22. Oktober 2025 (britisches Englisch).