Louise Weitnauer

Louise Weitnauer (* 20. Mai 1881 in Basel; † 25. Juli 1957 ebenda) war eine Schweizer Malerin, Zeichnerin und Lithografin.

Leben und Werk

Die Ahnen von Louise Weitnauer waren seit dem 15. Jahrhundert Bürger von Basel. Sie waren Kunsthandwerker, Goldschmiede, Glockengiesser und Münzmeister. Ihr Vater war der Metzger Johann Friedrich Weitnauer (1850–1900), der zusammen mit seiner Ehefrau Louise, geborene Enholz (1854–1938) Werke von Martin Disteli, Hans Sandreuter und Albert Welti sammelte.

Auf Anraten von Welti studierte Weitnauer an der Damenakademie des Münchner Künstlerinnenvereins. Ihr Hauptlehrer war Max Feldbauer. Bei Angelo Jank belegte sie die Fächer Kopf- und Aktzeichnen. Nach zehn Jahren kehrte sie nach Basel zurück und unterrichtete im kleinen Kreis private Schüler. Sie war ab 1914 Mitglied des Basler Kunstvereins und nahm regelmässig an dessen Weihnachtsausstellung teil. Ihre Studienreisen führten sie in die Bretagne sowie an verschiedene Orte in Italien. Während des Ersten Weltkriegs lebte Weitnauer in Tremona und entwarf u. a. Theaterdekorationen. 1921 und 1925 erhielt sie für ihre Theaterdekorationen Preise. 1928 beteiligte sie sich an der Schweizerischen Ausstellung für Frauenarbeit (SAFFA) in Bern. Weitnauer war mehrere Jahre im Vorstand der Basler Sektion der Gesellschaft Schweizer Malerinnen, Bildhauerinnen und Kunstgewerblerinnen (GSMBK). Ab 1935 war sie Präsidentin der Kunstsektion des Basler Lyzeumsklubs.

Weitnauer lebte mit ihrer Mutter bis zu deren Tod 1938 im gemeinsamen Haushalt. Später pflegte sie ihre Stiefschwester und verarmte im Lauf der Zeit. Sie fand ihre letzte Ruhestätte auf dem Wolfgottesacker in Basel.

Literatur