Louise Knobil
Louise Knobil (* 20. September 1998) ist eine Schweizer Jazz- und Rockmusikerin (Bass, Gesang, Komposition).
Leben und Wirken
Knobil wuchs in einer Schauspielerfamilie in Lausanne auf und spielte zunächst klassische Klarinette.[1] 2016 begann sie als Autodidaktin am E-Bass in den Bands «The Queen’s Underwear» (Garage-Funk-Flinta-Band) und «Kilario» (brasilianische Groovemusik), in denen sie bis 2019 tätig war. Parallel dazu besuchte sie den Vorkurs für Jazz-E-Bass am Conservatoire de Lausanne. An dessen Haute École de Musique de Lausanne wechselte sie im Bachelorstudium zum Kontrabass, den sie bei Bänz Oester erlernte, um dann dort ihr Masterstudium zu absolvieren.[2]
Während des Lockdowns 2020 begann Knobil, für ihr eigenes Musikprojekt «Knobil» zu komponieren. Die Kompositionen lassen sich dem Songwriting und dem modernen Glitter Jazz zuordnen; dabei ist «der Humor und der lebhafte Gesang nicht zu überhören».[3] Nach rund 30 Konzerten, bei denen sie verschiedene Besetzungen ausprobierte, erschien im März 2021 eine erste EP als Quartett, begleitet von einer Release-Tour mit acht Konzerten.[2] «Knobil» besteht mittlerweile neben Louise Knobil (Kontrabass, Gesang, Kompositionen) aus Chloé Marsigny (Bassklarinette) und Vincent Andreae (Schlagzeug) und legte nach der EP «Knobisous» (2024)[4] 2025 bei Unit Records sein erstes Album «Knobilive in Cully» vor, das von der Kritik sehr gut aufgenommen wurde.[1][5] Für die Schweizer Tageszeitung Tagblatt ist sie «der aufstrebende Stern des Schweizer Jazz».[6]
Zudem war Knobil im Herbst 2021 Teilnehmerin der «Montreux Jazz Academy»,[7] wo sie mit Shabaka Hutchings, Jowee Omicil, José James, Edward Wakili-Hick und Edward Hawkings arbeitete. Weiterhin arbeitete sie mit der Big Band of Dorigny, als Theatermusikerin und im Chloé Marsigny Sextet (mit dem zwei Alben erschienen), Basebax Trio, Félicien Lia, Yalla Miku, l’Effet Philemon und Milla Pluton. Sie trat in der Schweiz, Frankreich, Deutschland, Belgien und den Niederlanden auf.[2]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ a b Michael Rüsenberg: Knobil Knobilive in Cully ******. In: jazzcity.de. 10. Dezember 2025, abgerufen am 27. Dezember 2025.
- ↑ a b c Louise Knobil. In: musicdirectory.ch. Abgerufen am 27. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ Florence Baeriswyl: Der beste Jazz des Jahres – und eine Legende, die enttäuschte. In: SRF. 29. Dezember 2023, abgerufen am 27. Dezember 2025.
- ↑ Tigran Hamasyan, Free-Folk und Knobils Knoblauch-Küsschen. In: SRF. 17. September 2020, abgerufen am 27. Dezember 2025.
- ↑ Eric Mandel: Louise Knobil Knobilive in Cully. In: Jazz thing. 4. Dezember 2025, abgerufen am 27. Dezember 2025.
- ↑ Stefan Künzli: Louise Knobil aus Lausanne bringt mit ihrem Trio frischen Wind in den europäischen Jazz – roh, poetisch und voller Charme. In: Tagblatt. 24. Oktober 2025 (tagblatt.ch).
- ↑ Louise Knobil. In: Montreux Jazz Artists Foundation. Abgerufen am 26. Dezember 2025 (englisch).