Louis Grote zu Schauen
Georg Louis Grote, Freiherr zu Schauen (* 11. Februar 1798 in Hoya; † 2. August 1881 in Hamburg-Neuhof) war ein königlich-hannoverscher Generalleutnant.
Leben
Louis, auch Ludwig Grote zu Schauen, war der Sohn des hannoverschen Geheimen Legationsrates und Oberst Georg Ernst Karl Grote VIII, Reichsfreiherr zu Schauen (1764–1850), und seiner Ehefrau Luise, geborene von Oeynhausen (1771–1828).
Grote meldete sich am Beginn der Befreiungskriege im Herbst 1813 Feld-Bataillon Grubenhagen. Am 9. Januar 1814 wurde er dann Fähnrich im Landwehr-Bataillon Hoya und bereits am 17. März 1814 Leutnant. Dann war er 1814/1815 in den Niederlanden und Teilnehmer der Schlacht von Waterloo. Anschließend stand er bei der Okkupationsarmee in Frankreich.
Grote trat dann wie sein Vater in die hannoversche Armee ein und kam am 1. März 1816 in das 7. Infanterie-Regiment in Verden. Er studierte mit seinem Bruder 1821/1823 Rechtswissenschaften an der Universität Göttingen und wurde dort Mitglied des Corps Hannovera.
Er wurde am 26. Mai 1828 Stabskapitän. Am 1. Februar 1838 wurde er als Kompaniechef in das Garde-Infanterie-Regiment versetzt. Er wurde am 17. November 1847 Major, am 25. Mai 1852 Oberstleutnant und Kommandeur. Am 21. Mai 1857 wurde er zum Oberst befördert und kam am 31. Mai 1859 als Kommandeur in die 3. Infanteriebrigade, am 27. Mai 1861 wurde er in die 1. Infanteriebrigade versetzt. Am 27. Januar 1862 kam er zur 1. Infanterie-Division und wurde am 27. Mai 1862 zum Generalleutnant befördert. Am 22. Juni 1866 wurde er dann pensioniert.
Er war langjähriger Senior der Familie Grote und starb am 2. August 1881.
Auszeichnungen
- Waterloo-Medaille (Hannover)
- Kriegsdenkmünze 1813
- Wilhelms-Kreuz (Hannover)
- Guelphenorden (1845 Vierte Klasse, 1847 Ritter, 1861 Commandeur 2. Klasse)
- Schaumburg-Lippesche Militair-Verdienstmedaille, 1859/1860
- Ernst-August-Kreuz 1863
Literatur
- Hannoverscher Staatskalender
- Erwin Massute: Grote, Freiherren und Grafen von. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 7. Duncker & Humblot, Berlin 1966, ISBN 3-428-00188-5, S. 162–163 (deutsche-biographie.de).
- Heinrich F. Curschmann: Blaubuch des Corps Hannovera zu Göttingen, Bd. 1: 1809–1899 Göttingen 2002, Nr. 163
- Bernhard von Poten, Die Generale der Königlich Hannoverschen Armee und ihrer Stammtruppen in Militär-Wochenblatt: Beihefte, 1902, S. 322 Nr. 441
- Emmo Grote, Geschichte des Gräflich und Freiherrlich Grote'schen Geschlechts, S.44