Louis Azéma
Louis Azéma (* 24. Mai 1876 in Agde; † 10. Januar 1963 in Montmorency) war ein französischer Maler, Bühnenbildner und Opernsänger.[1]
Leben
Louis Azéma wurde 1876 in Agde im Département Hérault geboren. Er war der Bruder des Architekten Léon Azéma und der Vater von Marcel Azéma-Billa. Seine künstlerische Ausbildung erhielt er bei Gustave Moreau, Fernand Cormon und François Flameng. Azéma war Mitglied der Société des Artistes Français und stellte regelmäßig im Rahmen ihres Salons aus. Im Jahr 1901 erhielt er den zweiten Prix de Rome. Beim Pariser Salon des Artistes Français wurde er 1912 mit einer Medaille dritter Klasse und 1921 mit der Goldmedaille ausgezeichnet. Für seine künstlerischen Leistungen wurde er zudem zum Chevalier der Légion d’Honneur ernannt. Zwischen 1905 und 1935 war er als Bühnenbildner an der Pariser Opéra-Comique tätig. Er lebte und arbeitete überwiegend in Paris und starb 1963 in Montmorency.[1]
Werk
Als Maler schuf Louis Azéma vor allem emotional betonte Historien- und Genredarstellungen. Zu seinen bekannten Bildthemen zählen Darstellungen wie Aveugle, Vendange und Soupe populaire. Daneben widmete er sich auch der Landschaftsmalerei. Seine Werke zeichnen sich durch eine erzählerische Bildauffassung und eine starke Betonung des Ausdrucks aus. Neben seiner Tätigkeit als Maler war Azéma über mehrere Jahrzehnte hinweg als Bühnenbildner aktiv und prägte mit seinen Entwürfen das Erscheinungsbild zahlreicher Opernproduktionen an der Opéra Comique. Ein Gemälde von ihm mit dem Titel La mort de la Cocotte ist im Museum von Béziers ausgestellt.[1]
Literatur
- Emmanuel Bénézit: Dictionary of artists. Band 1: A – Bedeschini. Paris, 2006.