Loena Hendrickx

Loena Hendrickx

Loena Hendrickx (2024)

Nation Belgien Belgien
Geburtstag 5. November 1999 (26 Jahre)
Geburtsort TurnhoutBelgien
Größe 160 cm
Karriere
Trainer Jorik Hendrickx
Choreograf Adam Solya
Status aktiv
Medaillenspiegel
WM-Medaillen 0 × 1 × 1 ×
EM-Medaillen 1 × 2 × 1 ×
 Weltmeisterschaften
Silber Montpellier 2022 Damen
Bronze Saitama 2023 Damen
 Europameisterschaften
Bronze Tallinn 2022 Damen
Silber Espoo 2023 Damen
Gold Kaunas 2024 Damen
Silber Sheffield 2026 Damen
Persönliche Bestleistungen
 Gesamtpunkte 221,28 Skate America 2023
 Kür 145,53 Gran Premio d’Italia 2021
 Kurzprogramm 76,98 WM 2024
Platzierungen im Eiskunstlauf Grand Prix
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Grand-Prix-Finale 0 1 1
 Grand-Prix-Wettbewerbe 2 1 3
letzte Änderung: 16. Januar 2026

Loena Hendrickx (* 5. November 1999 in Turnhout, Flandern) ist eine belgische Eiskunstläuferin, die in Wettbewerben im Einzellauf antritt. Sie ist die Europameisterin 2024 und war Teilnehmerin der Olympischen Winterspiele 2018 und 2022.

Persönliches

Ihr Bruder Jorik Hendrickx ist ebenfalls Eiskunstläufer und nahm an den Olympischen Spielen 2014 und 2018 teil.

Karriere

Hendrickx wurde in der Saison 2016/17 zum ersten Mal belgische Meisterin. Bei ihren ersten Europameisterschaften belegte sie Rang 7 und bei ihren ersten Weltmeisterschaften Rang 15. Zudem siegte sie beim Challenge Cup in Den Haag.

In der folgenden Saison 2017/18 wurde sie erneut belgische Meisterin. Mit Platz 8 im Kurzprogramm und Platz 5 in der Kür erreichte sie bei den Europameisterschaften im Januar im Gesamtergebnis Platz 5. Bei den Weltmeisterschaften im März erreichte sie mit 64,07 Punkten Platz 10 im Kurzprogramm, in der Kür mit 128,24 Punkten sogar Platz 6. Im Gesamtergebnis wurde sie bei diesen Weltmeisterschaften Neunte.

Bei den Olympischen Winterspielen 2018 belegte sie Platz 16. Im Kurzprogramm lief sie zum Song Frozen und erreichte mit 55,16 Punkten Rang 20.[1] Mit 116,72 Punkten erreichte sie Platz 14 in der Kür.

In der Saison 2018/19 wurde sie erneut belgische Meisterin. Bei der Nebelhorn Trophy gewann sie mit persönlichen Bestleistungen in Kurzprogramm und Kür die Bronzemedaille. Zudem nahm sie in Helsinki an ihrem ersten Wettbewerb der ISU-Grand-Prix-Serie teil, bei dem sie Platz 5 belegte. Verletzungsbedingt konnte sie nicht an den Europameisterschaften teilnehmen.[2]

In der Saison 2020/21 gewann Hendrickx ihre zweite Goldmedaille beim Challenge Cup in Den Haag. Außerdem gewann sie bei der Budapest Trophy ihre erste Goldmedaille bei einem Wettbewerb der ISU-Challenger-Serie.

Im November 2021 gewann Hendrickx mit dem dritten Platz beim Gran Premio d’Italia in Turin ihre erste Medaille bei einem Wettbewerb der Grand-Prix-Serie.

2022 belegte sie bei den Olympischen Winterspielen in Peking den siebten Platz. Im selben Jahr gewann sie bei der Weltmeisterschaft in Montpellier die Silbermedaille. Bei den Europameisterschaften 2022 belegte Hendrickx zunächst den vierten Platz. Nachdem im Januar 2024 die Siegerin Kamila Walijewa wegen Dopings rückwirkend für vier Jahre gesperrt wurde, wurde Hendrickx nachträglich die Bronzemedaille zuerkannt.[3] Bei den Weltmeisterschaften wurde sie Zweite hinter Kaori Sakamoto aus Japan.

2023 wurde sie Vize-Europameisterin hinter Anastassia Gubanowa (Georgien) und gewann bei den Weltmeisterschaften die Bronzemedaille. Ebenfalls Bronze holte sie im Grand-Prix-Finale, für das sie sich erstmals qualifiziert hatte.

2024 wurde sie schließlich als erste Belgierin überhaupt Europameisterin im Dameneiskunstlauf. Erneut qualifizierte sie sich für das Grand-Prix-Finale, in dem sie Platz zwei belegte. Bei den Weltmeisterschaften verpasste sie als Viertplatzierte eine Medaille.

Die Saison 2024/25 verpasste sie zum größten Teil aufgrund von Verletzungen. Im Februar 2025 musste sie sich einer Knöcheloperation unterziehen. Bei den Weltmeisterschaften 2025 trat bei den Frauen daher nur Nina Pinzarrone für Belgien an, die einen Startplatz für die Olympischen Winterspiele 2026 sicherte. Durch eine Bronzemedaille beim Olympia-Qualifikationsevent Skate to Milano 2025 in Peking sicherte Hendrickx im September 2025 einen zweiten olympischen Startplatz im Einzellauf der Frauen für Belgien.[4]

Ergebnisse

Meisterschaft / Jahr 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Olympische Winterspiele 16. 7.
Weltmeisterschaften 15. 9. 12. A 5. 2. 3. 4.
Europameisterschaften 7. 5. A 3. 2. 1. 2.
Belgische Meisterschaften 1. 1. 1. 1. 1. Z
Wettbewerb / Saison 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24 2024/25 2025/26
GP Finale 3. 2.
GP Gran Premio d’Italia 3.
GP Grand Prix de France 1.
GP Grand Prix Finnland 5. 2. Z
GP Skate America 1.
GP Cup of China 3.
GP NHK Trophy 3.
CS Budapest Trophy 1.
CS Finlandia Trophy 7. 4.
CS Nebelhorn Trophy 7. 3. 1.
Challenge Cup 1. 1.
GP = Grand Prix; CS = ISU Challenger Series; A = ausgefallener Wettbewerb; Z = Teilnahme zurückgezogen
Commons: Loena Hendrickx – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Madonna's 'Frozen' Hits the Ice for Belgian Figure Skater's Olympics Routine. Abgerufen am 7. März 2021 (englisch).
  2. europeonice: Loena Hendrickx: Overcoming Adversity. In: europeonice.com. 24. Juni 2019, abgerufen am 7. März 2021 (englisch).
  3. ISU Statement – Kamila Valieva (ROC), Pressemitteilung der Internationalen Eislaufunion vom 30. Januar 2024, abgerufen am 30. Januar 2024 (englisch).
  4. Flanders News Service: Figure skater Loena Hendrickx qualifies for Winter Olympics. 20. September 2025, abgerufen am 16. Dezember 2025 (en-BE).