Lix (Lesbarkeitsindex)

LIX (Abkürzung aus dem Schwedischen läsbarhetsindex, „Lesbarkeitsindex“) ist ein Lesbarkeitsindex, der die Schwierigkeit angibt, einen Text lesen zu können.[1] Er wurde von Carl-Hugo Björnsson formuliert. Der LIX berechnet sich wie folgt:

Berechnung

, wobei

die Anzahl der Worte ist,

die Anzahl der Sätze (getrennt durch einen Punkt, einen Doppelpunkt oder einen Großbuchstaben), und

die Anzahl der langen Wörter (mehr als sechs Buchstaben).[2]

Aussagekraft

Das Ergebnis liefert eine ungefähre Einschätzung zur Verständlichkeit von Texten.[3]

Verschiedene Textgattungen sind wie folgt eingeteilt:

  • unter 40: Kinder- und Jugendliteratur
  • 40 bis 50: Belletristik
  • 50 bis 60: Sachliteratur
  • über 60: Fachliteratur

Trivia

  • Bei 12 % der 50 meist verschriebenen Medikamente in Deutschland hat der Beipackzettel einen Wert von über 50 und damit das Niveau von Fachliteratur.[4]

Literatur

  • Björnsson, C. H. (1968). Läsbarhet. Stockholm: Liber.
  • Björnsson, C. H. (1971). Læsbarhed. København: Gad.

Einzelnachweise

  1. Archived copy. Archiviert vom Original am 16. Juni 2010; abgerufen am 10. Mai 2010.
  2. Birger Hjørland: Readability (and legibility). Archiviert vom Original am 30. Juni 2016;.
  3. Lenhard, W. & Lenhard, A. (2014-2022). Berechnung des Lesbarkeitsindex LIX nach Björnson: Lesebarkeitsindex (LIX) online berechnen. In: Psychometrica. Abgerufen am 23. November 2025.
  4. Wer weiß denn sowas? In: ARD Mediathek (ab 6:38). Abgerufen am 23. November 2025.