Lisztstraße 24 (Weimar)
Haus Lisztstraße 24 ist ein denkmalgeschütztes historistisches Wohnhaus in der Westvorstadt von Weimar.
Geschichte und Beschreibung
Das dreigeschossige Mietshaus im Neorenaissancestil wurde 1890/91 vom Bauunternehmer Paul Seiler errichtet. Es steht von der Straßenflucht leicht zurückgesetzt. Die Baumaterialien sind die üblichen: Keller- und Erdgeschoss sind aus Bruch- und Backstein, während die beiden darüberliegenden Geschosse aus Holzfachwerk mit steinerner Vorlage errichtet wurden. Die Straßenfassade hat einen Risalit mit Austritt aus dem zweiten Obergeschoss. Oberhalb des bossierten Werksteinsockels sind die Außenwände mit einem hellen gelbtonigen Blendziegel verkleidet. Breite Brüstungsfelder und Streifen aus roten Blendziegeln gliedern in Verbindung mit Zementgussquadern und dem Flachdach den Baukörper beton horizontal. Die Fenstergewände bringen die Hierarchie der Geschosse zum Ausdruck. Hervorzuheben sind die Sgraffitomalereien der Südseite, die im ersten Obergeschoss die Jahreszahl 1891 angeben, dem Baujahr. Bemerkenswert ist auch die Bemalung der Unterseite des Traufgesimses. Die Halterung des Traufgesimses, die fein geschnitzt ist, lässt das Traufgesims wie eine Art Kassettendecke erscheinen. Zur erhaltenen bauzeitlichen Ausstattung gehören u. a. die Außen- und Innentüren, die Terazzo- und Holzfußböden sowie die zweiläufige Podesttreppe mit Stabballuster.[1]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Rainer Müller: Kulturdenkmale in Thüringen: Stadt Weimar, Bd. 4.2.: Stadterweiterung und Ortsteile, E. Reinhold, Erfurt 2009, S. 780 f.
Koordinaten: 50° 58′ 29,6″ N, 11° 19′ 10,1″ O