Lippenmäulchen
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Lippenmäulchen (Mazus miquelii) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Mazus miquelii | ||||||||||||
| Tomitarô Makino |
Das Lippenmäulchen (Mazus miquelii) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Mazus in der Familie der Phrymaceae. Die Pflanze stammt aus dem Himalaya und ist als Bodendecker eine geschätzte Zierpflanze.
Beschreibung
Das Lippenmäulchen ist eine polsterbildende, ausdauernde krautige Pflanze. Die niederliegende und Wurzeln bildende, dünne Sprossachse erreicht eine Länge von bis zu 5 Zentimetern. Die bis zu 10 Millimeter langen Blätter sind lanzettlich bis elliptisch, ihr Rand fein gezähnt.[1]
Die Blütezeit reicht von Mai bis Juli, selten auch noch im Herbst. Die Blütenstände sind Trauben, die Blüten zwei- bis fünfzählig. Die Blütenkrone ist zweilippig und bläulich-violett, die Unterlippe weist weiße, violette und gelbe Flecken auf.[1]
Verbreitung
Das Lippenmäulchen hat ursprüngliche Vorkommen in China, Korea, Japan und Taiwan.[2] Die Art ist extrem frosthart und toleriert Temperaturen von weniger als −30 °C.[1]
Taxonomie
Das Lippenmäulchen wurde 1902 von Tomitarô Makino in Botanical Magazine. [Shokubutsu-gaku zasshi] Band 16 Seite 162 als Mazus miquelii erstbeschrieben. Ein Synonym ist Mazus reptans N.E.Br. Das Epitheton "miquelii" ehrt den deutsch-niederländischen Botaniker Friedrich Anton Wilhelm Miquel, der diese Sippe zuerst beobachtet hat.
Nutzung
Die Art findet Verwendung als Bodendecker in Beeten, kann aber aufgrund ihrer Wüchsigkeit unter guten Bedingungen auch als Rasenersatzstaude gebraucht werden. Sie ist bedingt trittfest.[3] Neben der Art gibt es eine reinweiß blühende Sorte 'Albus' mit hellgrünem Laub.[1]
Nachweise
- ↑ a b c d Hans Simon (Hrsg.): Die Freiland-Schmuckstauden. Handbuch und Lexikon der Gartenstauden. Begründet von Leo Jelitto, Wilhelm Schacht. 5. völlig neu bearbeitete Auflage. Band 2: I bis Z. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2002, ISBN 3-8001-3265-6, S. 603.
- ↑ Mazus miquelii. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science, abgerufen am 25. Oktober 2025.
- ↑ Gordon Cheers (Hrsg.): Botanica. Das ABC der Pflanzen. 10.000 Arten in Text und Bild. Könemann, Köln 2003, ISBN 3-8331-1600-5, S. 567.