Liopropoma lunulatum

Liopropoma lunulatum

Liopropoma lunulatum

Systematik
Barschverwandte (Percomorphaceae)
Ordnung: Barschartige (Perciformes)
Familie: Liopropomatidae
Unterfamilie: Liopropomatinae
Gattung: Liopropoma
Art: Liopropoma lunulatum
Wissenschaftlicher Name
Liopropoma lunulatum
(Guichenot, 1863)

Liopropoma lunulatum ist ein kleiner Meeresfisch aus der Ordnung der Barschartigen (Perciformes), der im tropischen Indopazifik von den Maskarenen im Westen bis Französisch-Polynesien im Osten und Südjapan im Norden, sowie im Roten Meer vorkommt.

Merkmale

Die Fischart erreicht eine maximale Standardlänge von ca. 19 Zentimetern. Der Körper ist gemäßigt langgestreckt. Die Schnauze ist abgeflacht, das relativ große Maul läuft spitz zu. Der Unterkiefer steht leicht vor. Die Kiefer sind mit bürstenartigen Zähnen besetzt. Die Unterkante des Präoperculums ist leicht gesägt, auf den Kiemendeckeln befinden sich je drei breite, flache Stacheln. Der weichstrahlige Abschnitt der Rückenflosse ist länger als der hartstrahlige. Die Bauchflossen sind klein.[1]

Liopropoma lunulatum ist auf dem oberen Drittel des Körpers gelb gefärbt, das untere Drittel ist rosa mit einem weißlichen Einschlag. Winkel- bis X-förmige schwarze Flecken mustern den Rumpf. Wenige dieser Flecken befinden sich auch auf dem Hinterkopf, sowie auf der Rücken- und der Schwanzflosse. Auf dem Kopf erstreckt sich ein gelbes Band von der Spitze des Oberkiefers über die Augen bis zur hinteren Spitze der Kiemendeckel. Ein weiteres gelbes Band verläuft vom Oberkiefer bis zum Präoperculum und ein hufeisenförmiges gelbliches Band verbindet beide Augen über dem Nacken. Die vorderen Rückenflossenstacheln sind rötlich mit transparenten Flossenmembranen. Die Basis der Rückenflosse ist gelb. Die vordere Hälfte der Rücken- und Afterflossenstrahlen sind gelb, der Rand und hinterer der Teil von Rücken- und Afterflosse sind rosa. Die Brust- und Bauchflossen sind rosa-weißlich. Die Schwanzflosse ist gelb, die Flossenmembranen und der hintere Rand ist rosa.[1]

Verbreitung und Lebensraum

Liopropoma lunulatum kommt im tropischen Indopazifik von den Maskarenen im Westen bis Französisch-Polynesien im Osten und Südjapan im Norden, sowie im Roten Meer vor. In jüngster Zeit wurde er auch an der Küste Indiens nachgewiesen.[1] In seinem Verbreitung lebt er in Tiefen von 100 bis 350 Metern.[2]

Systematik

Die Barschart wurde 1863 durch den französischen Zoologen Alphonse Guichenot unter der Bezeichnung Grystes lunulatus erstmals wissenschaftlich beschrieben.[3] 1875 führt der österreichische Zoologe Franz Steindachner die Gattung Pikea ein, mit Grystes lunulatus als Typusart.[4] Pikea wurde später mit Liopropoma synonymisiert, so das Liopropoma lunulatum der heute gültige wissenschaftliche Name der Barschart ist.[2] Liopropoma ist jedoch nicht monophyletisch und die in der Karibik und im tropischen Westatlantik vorkommenden Arten der Gattung sind näher mit der Gattung Bathyanthias verwandt als mit den indopazifischen Arten der Gattung. Da Liopropoma aberrans, die Typusart von Liopropoma, in der Karibik vorkommt, ist Liopropoma die korrekte Gattungsbezeichnung für die dort vorkommenden Arten und für die indopazifischen Arten, die ohne die karibischen Arten und Bathyanthias auch keine monophyletische Klade bilden, müssen anderen Gattungen eingeführt werden.[5]

Einzelnachweise

  1. a b c Rekha J. Nair, S. Dinesh Kumar, Sijo Paul u. Somy Kuriakose: Occurrence of two serranid fish from Indian waters with a note on their taxonomy. Marine Biodiversity Records, Marine Biological Association of the United Kingdom, 2013, doi:10.1017/S1755267213000171
  2. a b Liopropoma lunulatum auf Fishbase.org (englisch)
  3. Alphonse Guichenot: Faune ichthyologique. In: L. Maillard: Notes sur lile de la Réunion (Bourbon). Paris. 2nd Partie, Annexe C.: C1-C32
  4. Franz Steindachner (1875): Ichthyologische Beiträge. [I.]. Sitzungsberichte der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften. Mathematisch-Naturwissenschaftliche Classe, 70 (1. Abth.): 375–390, Pl. 1.
  5. Carole C. Baldwin, D. R. Robertson: A new Liopropoma sea bass (Serranidae, Epinephelinae, Liopropomini) from deep reefs off Curaçao, southern Caribbean, with comments on depth distributions of Western Atlantic liopropomins. In: ZooKeys. Nr. 409, 2014, S. 71–92. doi:10.3897/zookeys.409.7249