Lin Li (Turnerin)
Lin Li (chinesisch 林麗 / 林丽, Pinyin Lín Lì; * 28. Januar 1986 in Guizhou) ist eine ehemalige chinesische Kunstturnerin. Sie gehörte Anfang der 2000er Jahre zur chinesischen Nationalmannschaft und war auf den Stufenbarren spezialisiert.
Karriere
Lin begann 1993 mit dem Turnen, als sie in die Grundschule eintrat. 2002 wurde sie in die chinesische Nationalmannschaft berufen.[1]
2003 gewann sie den chinesischen Meistertitel am Stufenbarren und wurde zweimal Dritte im Bodenturnen.[2] Im selben Jahr nahm sie an den Turn-Weltmeisterschaften 2003 teil.
Bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen wurde Lin für den Einzelwettbewerb am Stufenbarren nominiert. In der Qualifikation belegte sie den zweiten Platz und erzielte mit 9,7 Punkten die höchste Wertung unter den chinesischen Turnerinnen. Im Mannschaftsfinale erzielte sie ebenfalls die höchste Wertung am Stufenbarren. Im Gerätefinale konnte sie jedoch aufgrund einer vereinfachten Übung keine Medaille gewinnen.
Nach den Spielen nahm Lin am Weltcup-Finale 2004 teil und belegte den sechsten Platz am Stufenbarren.[3] 2005 erreichte sie bei den chinesischen Meisterschaften keine Podestplätze, gewann jedoch beim Länderkampf China–Australien den Stufenbarrenwettbewerb und wurde Fünfte im Mehrkampf.[2]
Während dieses Wettkampfs verletzte sie sich an der Hand, trat jedoch weiterhin mit reduzierten Übungen an. Bei den 10. Nationalspielen Chinas im Oktober 2005 half sie dem Team aus Guizhou zu einem sechsten Platz. Kurz darauf zog sie sich aus dem Spitzensport zurück.[1]
Leben nach der Karriere
Im Herbst 2006 begann Lin ein Studium an der Peking-Universität für Sport.[2]
Erfolge
- Chinesische Meisterin am Stufenbarren: 2003
- Teilnahme an den Olympischen Spielen 2004 (Finalistin Stufenbarren)
- Siegerin Stufenbarren beim Länderkampf China–Australien 2005
Weblinks
- Profil bei der International Gymnastics Federation (FIG)
- Lin Li in der Datenbank von Olympedia.org (englisch)
Einzelnachweise
- ↑ a b Lin Li – Athlete Profile. In: International Gymnastics Federation. Abgerufen am 4. Oktober 2025.
- ↑ a b c Lin Li. In: Olympedia. Abgerufen am 4. Oktober 2025.
- ↑ Daniel Filho: Lin Li (CHN) - 2004 World Cup Final - UB. 25. Juni 2007, abgerufen am 4. Oktober 2025.