Licorne-Klasse

Licorne-Klasse
Modell einer französischen Frégate de 8 aus der Mitte des 18. Jahrhunderts
Schiffsdaten
Land Frankreich Frankreich
Schiffsart Fregatte
Entwurf Jean Geoffroy
Bauzeitraum 1754 bis 1757
Stapellauf des Typschiffes Dezember 1755
Gebaute Einheiten 4
Dienstzeit 1756 bis 1782
Schiffsmaße und Besatzung
Länge Geschützdeck: 39,14 m (Lüa)
Breite 10,34 m
Tiefgang (max.) 5,47 m
Verdrängung 950 t
Vermessung 550 tons (bm)
 
Besatzung 137–197 Mann
Takelung und Rigg
Takelung Vollschiff
Anzahl Masten 3
Bewaffnung

32 Kanonen

  • 26 × 8-Pfünder
  • 6 × 4-Pfünder

Die Licorne-Klasse war eine Klasse von vier 32-Kanonen-Fregatten der französischen Marine, die von 1753 bis 1782 in Dienst stand.

Geschichte

Die im französischen Rangsystem zum 5. Rang gehörenden Schiffe der Klasse, wurden zwischen Mai 1755 und Oktober 1757 nach den Plänen des Schiffbauingenieurs Jean Geoffroy gebaut. Wobei die Fertigung des im Dezember 1753 bestellten ersten Paares (Licorne und Sauvage) in Brest und des zweiten Paares (Hermine und Opale) in Bayonne erfolgte.[1] Sie gehörten zum als Frégate de 8 bezeichneten Typ und wurden offiziell als 26-Kanonen-Schiffe klassifiziert, welche Mitte der 1740er Jahre in der französischen Marine aufgekommen waren (siehe Amphitrite-Klasse).

Einheiten

Name Bauwerft Kiellegung Stapellauf Indienststellung Verbleib
Licorne Arsenal de Brest Mai 1754 Dezember 1755 März 1756 Im Juni 1778 durch die Royal Navy gekapert; als Licorne in Dienst;
1782 außer Dienst und 1783 verkauft
Sauvage 12. September 1754 3. Januar 1756 März 1756 Im März 1759 vor der Küste der Poitou Schiffbruch erlitten
Hermine Werft in Bayonne 1756 Mai 1757 September 1757 Im Dezember 1761 vor der Stadt Vigo Schiffbruch erlitten
Opale 1756 Mai 1757 Oktober 1757 Im Juli 1762 auf der Insel Mayaguana Schiffbruch erlitten

Technische Beschreibung

Die Klasse war als Batterieschiff mit einem durchgehenden Geschützdeck konzipiert und hatte eine Länge von 39,148 Metern (Geschützdeck), eine Breite von 10,34 Metern und einen Tiefgang von 5,47 Metern bei einer Verdrängung von 950 Tonnen.[1] Sie waren Rahsegler mit drei Masten (Fockmast, Großmast und Kreuzmast). Der Rumpf schloss im Heckbereich mit einem Heckspiegel, in den eine Galerie integriert war, die in die seitlich angebrachte Seitengalerie mündete. Diese waren aus Repräsentationsgründen durch zeitspezifische Schnitzereien und Bildhauerarbeiten geschmückt. Die Beplankung war kraweel ausgeführt, das heißt, die Enden der Planken stießen stumpf aufeinander, so dass eine glatte Außenfläche entstand.

Die Bewaffnung der Klasse bestand aus 32 Kanonen.[1]

Batteriedeck Backdeck Achterdeck Kanonen
(Geschossgewicht)
Design 26 × 8-Pfünder 2 × 4-Pfünder 4 × 4-Pfünder 32 Kanonen
(56,78 kg)
1779
(Licorne)
26 × 9-Pfünder 2 × 6-Pfünder 4 × 6-Pfünder 32 Kanonen
(61,22 kg)

Besatzung

Die Besatzung hatte im Frieden eine Stärke von 137 Mann und im Kriegsfall 197 Mann (7 Offiziere und 130 bzw. 190 Unteroffiziere bzw. Mannschaften).[1]

Literatur

  • Rif Winfield & Stephen S Roberts: French Warships in the Age of Sail 1626–1786: Design, Construction, Careers and Fates. Seaforth Publishing, Barnsley 2017, ISBN 978-1-4738-9351-1 (englisch).
  • Rif Winfield: British Warships in the Age of Sail 1714 to 1792: Design, Construction, Careers and Fates. Seaforth Publishing, Barnsley 2007, ISBN 978-1-84415-700-6 (englisch).

Einzelnachweise

  1. a b c d Rif Winfield & Stephen S Roberts: French Warships in the Age of Sail 1626–1786., S. 208ff.