Liber de episcopis Mettensibus

Der Liber de episcopis Mettensibus, deutsch: Das Buch über die Bischöfe von Metz (alternativer Titel: Gesta episcoporum Mettensium) ist ein kurzes, aber für die Geschichte des frühen Mittelalters wichtiges historiographisches Werk des Paulus Diaconus (Paulus Warnefridi), geschrieben im Jahr 784 oder kurz danach auf Wunsch von Angilram, Bischof von Metz und Erzkaplan Karls des Großen.

Das Buch behandelt die Geschichte der Bischöfe von Metz beginnend bei Clemens, dem angeblichen Gründer, bis zu Chrodegang, Angilrams Vorgänger. Dabei dient der Liber Pontificalis, die Liste der Päpste, als ideologische Referenz. Die römische Autorität des Petrus wird mit der Metzer Bischofstradition verknüpft. Gleichzeitig wird durch die Hervorhebung des Arnulfs von Metz die karolingische Dynastie geistlich legitimiert. Grundlage sind die Decem libri historiarum des Gregors von Tour, die Vita Sancti Arnulfi, das Chronicon Fredegarii, sowie mündliche Überlieferung.

Literatur