Leucophyllum frutescens
| Leucophyllum frutescens | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
|
Leucophyllum frutescens | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Leucophyllum frutescens | ||||||||||||
| (Berland.) I.M.Johnst. |
Leucophyllum frutescens ist ein Strauch in der Familie der Braunwurzgewächse aus Texas und Mexiko. Es ist der Texas State Native Shrub.[1] Er ist bekannt als Texas Ranger, Texas silverleaf, Cenizo, Barometer Bush oder Purple Sage.
Beschreibung
Leucophyllum frutescens wächst als langsamwüchsiger, trockenheitstoleranter, halbimmergrüner und wenig verzweigter, dichter Strauch etwa 1–3 Meter hoch. Die kleineren, jüngeren Äste sind mehr oder weniger fein weißlich behaart.
Die einfachen und kurz gestielten bis fast sitzenden Laubblätter sind wechsel- bis selten gegenständig. Die kurzen Blattstiele sind bis 2 Millimeter lang. Die kleinen, weichen, dicklichen, 1–3 Zentimeter langen Blätter sind verkehrt-eiförmig bis spatelförmig oder elliptisch, ganzrandig und stumpf bis rundspitzig, seltener spitz oder feinstachelspitzig. Sie sind beidseits dicht, fein weißlich samtig-filzig behaart, oberseits etwas weniger. Die Blätter sind oft leicht eingefaltet oder wellig. Die Nebenblätter fehlen.
Die leicht duftenden,[2] violetten, purpurnen oder rosa Blüten erscheinen meist einzeln und achselständig. Die kurz gestielten, fünfzähligen Blüten sind zwittrig mit doppelter Blütenhülle. Der kleine, kurz verwachsene und fünfzipflige Kelch ist vor allem außen fein behaart. Die etwa 2–2,5 Zentimeter lange, zweilippige Krone ist trichterförmig und in der Kronröhre im Bereich der dreiteiligen Unterlippe gelb bis orange oder violett mit Saftmalen gepunktet sowie zerstreut langhaarig. Die ausladenden Kronlappen sind meist bewimpert und die Unterlippe innen feiner bis länger behaart. Die 4 knapp eingeschlossenen Staubblätter sind didynamisch. Der oberständige, kahle Fruchtknoten ist zweikammerig mit langem, etwas vorstehendem Griffel und die Narbe ist zweilappig. Die Blüten erscheinen meist nach dem Regen.[2]
Es wird eine kleine und vielsamige, vierklappige, etwa 4 Millimeter große, kahle, holzige, septizid-lokulizidale Kapselfrucht im beständigen Kelch gebildet. Die kleinen, orange-braunen, flachen und fein skulptierten Samen sind etwa 1 Millimeter groß.
Vorkommen
Leucophyllum frutescens kommt ursprünglich im südwestlichen Texas und in Mexiko vor. In El Salvador und in der Dominikanischen Republik wurde die Art eingeführt.[3]
Taxonomie
Leucophyllum frutescens wurde 1832 von Jean Louis Berlandier in: Manuel de Mier y Terán und Berlandier: Memorias de la Comision de Limites a las ordenes del General Manuel de Mier y Teran Seite 4 als Terania frutescens erstbeschrieben. Der Gattungsname Terania ehrt den mexikanischen General und Leiter der mexikanischen Grenzkommission José Manuel Rafael Simeón de Mier y Terán (1789–1832).[4] Die Art Terania frutescens wurde 1924 von Ivan Murray Johnston in Contributions from the Gray Herbarium of Harvard University Band 70 Seite 89 als Leucophyllum frutescens (Berland.) I.M.Johnst. in die Gattung Leucophyllum gestellt.
Verwendung
Leucophyllum frutescens wird gerne als Zierpflanze verwendet, sie eignet sich auch als Hecke. Es sind einige verschiedene Sorten erhältlich, auch weißblühende.[2]
Literatur
- SIDA. Volume 11, Number 2, 1985, S. 111–125, 129–135, online auf biodiversitylibrary.org.
- The European Garden Flora. Volume VI, Cambridge Univ. Press, 2000, ISBN 0-521-42097-0, S. 287.
Weblinks
- Leucophyllum frutescens bei Botany Brisbane (Detailbilder).
- Leucophyllum frutescens bei The Plant Observatory.
Einzelnachweise
- ↑ Texas State Native Shrub bei Netstate.
- ↑ a b c Mary F. Irish: Gardening in the Desert. The Univ. of Arizona Press. 2000, ISBN 0-8165-2057-7, S. 48 f.
- ↑ Leucophyllum frutescens. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science, abgerufen am 5. Oktober 2025.
- ↑ Lotte Burkhardt 2022: Eine Enzyklopädie zu eponymischen Pflanzennamen: Von Menschen & ihren Pflanzen – Berlin: Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin. – https://doi.org/10.3372/epolist2022, Berlin 2022.