Leonhard Riedel

Leonhard Riedel (* 6. September 1912 in Bad Reinerz (Schlesien); † 8. März 1995)[1][2] war ein deutscher Physikochemiker.

Leben

Nach einem Studium der Chemie war er ab 1934 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für physikalische Chemie der Universität Göttingen bei Arnold Eucken. Im Jahr 1937 wurde er an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Göttingen zum Dr. phil. promoviert. Nach dem Krieg war er Mitarbeiter der seinerzeitigen Reichsanstalt für Lebensmittelfrischhaltung. Im Jahr 1948 habilitierte er sich am Kältetechnischen Institut der Reichsforschungsanstalt für Lebensmittelfrischhaltung an der Technischen Hochschule Karlsruhe. Im Jahr 1955 wurde er Professor an der Technischen Hochschule Karlsruhe.[1]

Leistungen

Riedel hat eine Fülle von Fachartikeln zum Thema der Frischhaltung von Lebensmitteln verfasst. Einer breiteren Fachwelt bekannt wurde er in den 1950er Jahren jedoch durch Arbeiten zur Erweiterung des Theorems der übereinstimmenden Zustände. Die von ihm entwickelte Dampfdruckgleichung für reine Stoffe, auch als Riedel-Gleichung bekannt, gilt als bedeutender Fortschritt gegenüber der Antoine-Gleichung. Riedel war im Jahre 1957 zweiter Preisträger des Arnold-Eucken-Preises des Vereins Deutscher Ingenieure.

Schriften (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. a b Margot Becke-Goehring, Margaret Eucken: Arnold Eucken: Chemiker – Physiker – Hochschullehrer. Sitzungsberichte der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, 1995, ISBN 3-540-60083-3
  2. de.findagrave.com - Leonhard Riedel (abgerufen am 19. November 2025)