Leo Müller (Politiker)
Leo Müller (* 4. Juli 1958 in Ruswil; heimatberechtigt in Ruswil und Schüpfheim) ist ein Schweizer Politiker (Die Mitte, vormals CVP).
Biografie
Müller absolvierte eine Ausbildung zum Landwirt und liess sich zum Agraringenieur diplomieren. Es folgten das Jura-Studium an der Universität Bern und die Erlangung des Anwalts- sowie des Notariatspatentes für den Kanton Luzern. Im Jahr 1997 eröffnete Müller sein eigenes Anwalts- und Notariatsbüro in Ruswil.
In den Jahren 2000 bis 2008 war Müller Präsident der CVP Amt Sursee, von 2008 bis 2018 war er Gemeindepräsident von Ruswil. Er war von 1999 bis 2011 im Kantonsrat von Luzern, wo er Mitglied der Verfassungskommission war und ab 2007 die Kommission Wirtschaft und Abgaben präsidierte. Im Jahre 2011 war er Kantonsratspräsident. Bei den Parlamentswahlen 2011 wurde Müller in den Nationalrat gewählt.[1] Dort nahm er Einsitz in die Finanzkommission. Zurzeit (April 2022) ist er Präsident der Kommission für Wirtschaft und Abgaben und Vizepräsident der Legislaturplanungskommission 2019–2023.[2] Bei den Parlamentswahlen 2027 will er nicht mehr antreten.[3]
Leo Müller ist verheiratet und Vater von drei Kindern. In der Schweizer Armee bekleidet er den Grad eines Majors.
Interessenbindungen
Müller ist oder war u. a. Mitglied im Verwaltungsrat von Schweizer Zucker (Vizepräsident seit 2021, Mitglied seit 2018), der Suisag, Aktiengesellschaft für Dienstleistungen in der Schweineproduktion (Präsident seit 2019), der Agrimo AG (Präsident seit 2019) und bei Fenaco (Mitglied von 2011 bis 2024[4]). Er ist im Vorstand des Zentralschweizer Bauernbunds (Mitglied seit 2012), des Luzerner Bäuerinnen- und Bauernverbands (Mitglied seit 2012) und der Solar Agentur Schweiz (Co-Präsident) vertreten. Zudem sitzt er im Beirat der Schweizer Paraplegiker-Stiftung und der Groupe Mutuel sowie in der Gewerbekammer des Schweizerischen Gewerbeverbands.
Er zählt zu den «bäuerlichen Parlamentariern», die Bauernlobby des Schweizer Bauernverbands.[5]
Weblinks
- Leo Müller auf der Website der Bundesversammlung
- Leo Müller im Archiv für Agrargeschichte
- Website von Leo Müller
Einzelnachweise
- ↑ Startschuss der 49. Legislaturperiode in Bern ( vom 4. August 2012 im Webarchiv archive.today). In: Neue Luzerner Zeitung. 5. Dezember 2011, abgerufen am 4. April 2022.
- ↑ Leo Müller auf der Website der Bundesversammlung, abgerufen am 4. April 2022.
- ↑ Nationalrat: Agrarpolitiker tritt 2027 nicht mehr an. In: schweizerbauer.ch. 20. November 2025, abgerufen am 20. November 2025.
- ↑ Leo Müller ist als Fenaco-Verwaltungsrat zurückgetreten. In: badenertagblatt.ch. 27. Juni 2024, abgerufen am 30. Juni 2024.
- ↑ Vanessa Mistric: Bauernlobby: Wer alles bei den «bäuerlichen Parlamentariern» mitmischt. In: blick.ch. 9. Dezember 2023, abgerufen am 10. Dezember 2023.