Lengenfeld (Oberostendorf)

Lengenfeld
Koordinaten: 47° 57′ N, 10° 47′ O
Fläche: 7,04 km²
Einwohner: 185[1]
Bevölkerungsdichte: 26 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 08243
Lage von Lengenfeld in Bayern
Lengenfeld mit Pfarrkirche St. Nikolaus

Lengenfeld ist Ortsteil der Gemeinde Oberostendorf im schwäbischen Ostallgäu.

Geografie

Das kleine Haufendorf mit etwa 180 Einwohnern und einer Fläche von rund 700 Hektar liegt am Ostrand des Kirchweihtales zwischen Kaufbeuren und Landsberg am Lech am westlichen Fuß eines Höhenzuges, der das Lech- vom Wertachtal scheidet. Das Dorfbild ist landwirtschaftlich geprägt (Milchwirtschaft, Ackerbau), 2009 existierten 11 landwirtschaftliche Vollerwerbs- sowie eine Reihe von Nebenerwerbsbetrieben.

Die Gemarkung Lengenfeld (097855) umfasst 7,036 km² und hat 185 Einwohner.[2]

Geschichte

Lengenfeld wird am 5. Februar 1059 in einer Urkunde König Heinrichs des Vierten als Grenzort des Wildbannbezirks von Bischof Heinrich II. erstmals urkundlich erwähnt, eine frühere Besiedelung ist anhand von Hügelgräbern[3] nachweisbar. Eine am Stockberg liegende Burgruine wird dem Dienstmannengeschlecht von Lengenfeldd zugeordnet und wurde 1414 aufgegeben, der Schlossherr Ruprecht von Lechsberg bezog einen Hof in Lengenfeld. Das Dorf wechselte in den Besitz des Augsburgers Ulrich Honold, ging dann an das Kloster Steingaden und das Hochstift Augsburg, ehe es durch die Säkularisation 1803 bayerisch wurde.

Im Jahr 1818 entstand durch das bayerische Gemeindeedikt die Gemeinde Lengenfeld. Seit dem 1. Mai 1978 gehört das Dorf zur Gemeinde Oberostendorf.[4]

Sehenswürdigkeiten

Persönlichkeiten

Der Moraltheologe Jakob Danzer stammt aus Lengenfeld.

Quellen

  • Allgäuer Zeitung vom 29. April 2009
Commons: Lengenfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Gemarkung Lengenfeld (Oberostendorf) / Bayern. Abgerufen am 13. Dezember 2025.
  2. Gemarkung Lengenfeld (Oberostendorf) / Bayern. In: Geoindex.io. Abgerufen am 13. Dezember 2025.
  3. a b c Denkmalliste für Oberostendorf (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 779 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
  5. Heinrich Habel, Helga Himen: Denkmäler in Bayern. Band VII. Schwaben, München 1985.