Leiding (Gemeinde Pitten)

Leiding (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Leiding
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Neunkirchen (NK), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Neunkirchen
Pol. Gemeinde Pitten
Koordinaten 47° 41′ 42″ N, 16° 11′ 50″ Of1
Höhe 454 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 178 (1. Jän. 2025)
Fläche d. KG 3,76 km² (31. Dez. 2023)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 05246
Katastralgemeindenummer 23315
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
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178

BW

Leiding ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Gemeinde Pitten im Bezirk Neunkirchen in Niederösterreich mit 178 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).[1]

Geografie

Das Dorf befindet sich südlich von Pitten in einer flachen Mulde eines Bergrückens und ist ebenso wie das benachbarte Dorf Inzenhof nur über die Landesstraße L4139 erreichbar. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 70 Adressen.[2]

Geschichte

Der Ort wurde erstmals um 1150 als Ludingun urkundlich erwähnt und 1422 als Leiding.

Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit zwölf Häusern genannt, das nach Pitten eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Frohsdorf besaß die Ortsobrigkeit und besorgte die Konskription. Die Landgerichtsbarkeit wurde vom Magistrat Wr. Neustadt ausgeübt und die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Herrschaften Frohsdorf, Steyersberg, Kranichberg, Seebenstein, Pottschach und Thernberg.[3]

Um 1850 bildete sich die Gemeinde Pitten, der auch die Katastralgemeinden Leiding und Inzenhof angehörten. Nach der Errichtung der Ersten Republik lösten sich Leiding und Inzenhof von Pitten und bildeten 1921 die Gemeinde Leiding-Inzenhof. Im Rahmen der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung fusionierten mit 1. Jänner 1971 die Gemeinden Leiding-Inzenhof und Pitten abermals.[4]

Siedlungsentwicklung

Zum Jahreswechsel 1979/1980 befanden sich in der Katastralgemeinde Leiding insgesamt 35 Bauflächen mit 17.965 m² und 82 Gärten auf 131.742 m², 1989/1990 gab es 35 Bauflächen. 1999/2000 war die Zahl der Bauflächen auf 155 angewachsen und 2009/2010 bestanden 74 Gebäude auf 161 Bauflächen.[5]

Bodennutzung

Die Katastralgemeinde ist land- und forstwirtschaftlich geprägt. 121 Hektar wurden zum Jahreswechsel 1979/1980 landwirtschaftlich genutzt und 231 Hektar waren forstwirtschaftlich geführte Waldflächen. 1999/2000 wurde auf 131 Hektar Landwirtschaft betrieben und 229 Hektar waren als forstwirtschaftlich genutzte Flächen ausgewiesen. Ende 2018 waren 125 Hektar als landwirtschaftliche Flächen genutzt und Forstwirtschaft wurde auf 225 Hektar betrieben.[5] Die durchschnittliche Bodenklimazahl von Leiding beträgt 38,5 (Stand 2010).

Literatur

  • Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Wienerwald. 7 von 34 Bänden. 3. Band: Klosterthal bis Neunkirchen. Mechitaristen, Wien 1831, S. 94 (LeidingInternet Archive).
  • Anton Steinhauser: Administrativkarte von Niederösterreich. Blatt 105, Sektion Neunkirchen, 1:28.800, Hrsg: Verein für Landeskunde von Niederösterreich, in Kommission von Artaria & Co., Wien 1867–1882 (noel.gv.at [JPG; 6,9 MB]).
  • Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 262.

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
  2. Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Österreichisches Adressregister, Stichtagsdaten vom 1.4.2020 (online)
  3. Joseph von Steinius: Topographischer Land-Schematismus oder Verzeichniß aller im Erzherzogthume Oesterreich unter der Enns befindlichen Ortschaften als Städte, Märkte, Schlösser, Ämter, Dörfer, Rotten und einzelne Häuser, die eigene Nahmen haben, Anzahl der Häuser sowohl, als der betreffenden Pfarren, Schulörter, Patronate, Decanate, Werbbezirke, Landgerichte, Ortsobrigkeiten, Grund- und Conscriptions-Herrschaften, dann der nächsten Poststationen zur Auf- und Abgabe der Briefe. Erster Band: A–L. Verlag Anton Strauß, Wien 1822, S. 408 (Leiding in der Google-Buchsuche).
  4. Gemeindeänderungen ab 1945. Statistik Austria, S. 37. In: Änderungen in der Verwaltungsgliederung. Statistik Austria (ZIP, 1,3  MB; Inhalt PDF); abgerufen am 25. Dezember 2025. (LGBL. NÖ. Nr. 116/1971)
  5. a b BEV: Regionalinformation 31.12.2018 auf bev.gv.at (online)