Legenden op. 59
Legenden op. 59 ist ein Zyklus des tschechischen Komponisten Antonín Dvořák. Ursprünglich für Klavier zu vier Händen geschrieben, entstand später auch eine Fassung für Orchester.
Hintergrund
Am 14. Oktober 1880 erwähnte der Komponist in einem Brief seinem Verleger Fritz Simrock gegenüber die Idee, einen Zyklus namens Legenden zu schreiben. In dieser Zeit verfasste er seine Sinfonie Nr. 6 D-Dur op. 60. Im Gegensatz zu seinen Slawischen Tänzen wirken die Legenden subtiler und lyrischer. Zudem weisen sie einen etwas archaischen, epischen Charakter auf. Inspiriert wurde Dvořák durch Dichtungen möglicherweise von Karel Jaromír Erben[1]. Er fing im Folgejahr mit der Komposition an und beendete das Werk am 22. März 1881. Er widmete es Eduard Hanslick, nachdem sich dieser bei einer gemeinsamen Reise mit Simrock und Dvořák begeistert vom Werk zeigte.[2] Privat wurde es schon am 19. Oktober desselben Jahres, öffentlich wurde jedoch erst am 17. Februar 1882 aufgeführt.[1] Zwischen November und Dezember 1881 schuf Dvořák eine Orchesterfassung des Werks.[2]
Die Stücke sind wie folgt strukturiert:
- Allegretto non troppo, quasi andantino (in d-Moll)
- Molto moderato (in G-Dur)
- Allegro giusto (in g-Moll)
- Molto maestoso (in C-Dur)
- Allegro giusto (in As-Dur)
- Allegro con moto (in cis-Moll)
- Allegretto grazioso (in A-Dur)
- Un poco allegretto (in F-Dur)
- Andante con moto (in D-Dur)
- Andante (in b-Moll)
Weblinks
- Legends, Op. 59, B117 auf www.antonin-dvorak.cz4 Hands Version, B.117
- Legenden op. 59: Noten und Audiodateien im International Music Score Library Project: 4 Hands Version, B.117 und Orchestra Version, B.122
Einzelnachweise
- ↑ a b Ondřej Šupka: Legends, Op. 59, B117 | Antonín Dvořák. Akademie klasické hudby, z ú, abgerufen am 22. November 2025 (englisch).
- ↑ a b Wolfgang Eggerking: Vorwort. In: Antonín Dvorák Legenden op. 59. Henle, 2015.